Lebensmittelpreise verdoppeln sich: Energiekrise trifft Landwirtschaft
Es sind die leisen Sätze, die am längsten nachhallen. Professor Dr. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Instituts Deutschland und einer der schärfsten Geldtheoretiker im deutschsprachigen Raum, spricht nicht in Ausrufezeichen. Er analysiert. Er ordnet ein. Und genau deshalb wiegt das, was er über die kommenden Monate und Jahre sagt, so schwer: Die Lebensmittelpreise in Europa werden sich noch einmal verdoppeln.
Nicht in den offiziellen Statistiken, wohlgemerkt. Sondern dort, wo es wirklich zählt – an der Kasse, an der Zapfsäule, auf der Nebenkostenabrechnung.
Der Energieschock, der noch gar nicht angekommen ist
Der Iran-Konflikt läuft nun seit rund sechs Monaten. Und er hat die globale Preisarchitektur bereits verschoben – nur haben viele Verbraucher das Ausmaß noch nicht begriffen, weil sich Energiepreise mit Verzögerung durch die Wertschöpfungsketten fressen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
- Rohöl: von rund 60 bis 65 US-Dollar pro Barrel im Februar auf zeitweise 110 US-Dollar im Mai, aktuell etwa 90 US-Dollar
- Kohle: rund 40 Prozent Verteuerung am Weltmarkt – klassischer Substitutionseffekt, wenn Öl teuer wird
- Erdgas in Europa: von rund 3 Cent auf fast 7 Cent pro Kilowattstunde – mehr als eine Verdopplung
- Düngemittel: bereits jetzt rund 30 Prozent teurer für Landwirte, weil die Straße von Hormus als Transportweg blockiert ist
Der letzte Punkt ist der gefährlichste – und der am wenigsten beachtete. Durch die Straße von Hormus laufen bedeutende Mengen an Stickstoffdünger, Ammoniak und schwefelbasierten Düngezusätzen. Wenn dieser Strom versiegt, trifft das nicht nur europäische Bauern. Es trifft Brasilien, Asien, die gesamte globale Agrarproduktion.
„Ich befürchte insbesondere, dass dann auch durch eine Verschlechterung der Ernteergebnisse die Lebensmittelpreise für die Bürger deutlich ansteigen werden – in den kommenden Monaten, Quartalen und Jahren."
Warum die Statistik lügen wird
Polleit macht eine wichtige Einschränkung: „Das wird natürlich nicht so in Erscheinung treten in den offiziellen Inflationsmaßen." Und damit legt er den Finger in eine offene Wunde. Warenkörbe werden angepasst, Qualitätsbereinigungen vorgenommen, Substitutionseffekte hineingerechnet. Am Ende steht eine Zahl, die mit der gefühlten Realität der Menschen wenig zu tun hat.
Wer in den vergangenen anderthalb bis zwei Jahren aufmerksam eingekauft hat, weiß es längst: Bei vielen Gütern haben sich die Preise faktisch bereits verdoppelt. Und der Zyklus ist noch nicht durch.
Deindustrialisierung ist ein Euphemismus für Kapitalzerstörung
Es gibt Begriffe, die verharmlosen. „Deindustrialisierung" gehört dazu. Das Wort weckt Bilder von weniger rauchenden Schornsteinen, sauberer Luft, geschonter Umwelt. Die Realität sieht anders aus.
„Deindustrialisierung ist Kapitalzerstörung – und damit natürlich äußerst negativ."
Es trifft eben nicht nur die großen Werke. Es trifft die gesamte Kette: Zulieferer, Ingenieurbüros, Speditionen. Und ja: auch die Bäckerei in der Stadt, in der das Werk steht. Wenn ein Automobilproduzent aus dem Markt gedrängt wird, sterben mit ihm Dutzende mittelständische Existenzen, die niemand in einer Schlagzeile erwähnt.
Das Bittere daran: Ein erheblicher Teil dieser Entwicklung ist hausgemacht. Energiesteuern, CO2-Auflagen, regulatorische Lasten – die Verteuerung der Energie in Deutschland wurde politisch bewusst herbeigeführt. Die Russland-Sanktionen haben den teuren Umweg noch zementiert, obwohl es günstiger hätte laufen können.
Kapital und Talent sind mobil – Standorte sind es nicht
Wir leben in einer Welt, in der Kapital und Talente weitgehend frei fließen. Investoren fragen: Wo ist die Rendite am höchsten? Junge, gut ausgebildete Menschen fragen: Wo verdiene ich am meisten? Beide Fragen beantwortet Deutschland derzeit zunehmend schlecht.
Hinzu kommt die demografische Rechnung, die niemand aufmachen will:
- Für eine stabile Bevölkerung braucht es statistisch 2,1 Kinder pro Frau
- Europa liegt bei etwa 1,35
- Deutschland bei rund 1,3
- Bei deutschen Frauen sind es nur noch etwa 1,2
Ein schrumpfender Nachfragemarkt ist für internationale Konzerne kein attraktiver Produktionsstandort. Ohne echte Kehrtwende führt das zu einer relativen Verarmung Europas gegenüber anderen Wirtschaftsräumen. Wer sein Vermögen ausschließlich in Euro hält, wettet auf einen Wirtschaftsraum, der strukturell an Boden verliert. Ein Blick auf physisches Gold als Gegengewicht ist deshalb keine Panikreaktion, sondern nüchterne Risikostreuung.
40 Billionen Dollar – und der Kettenbrief wackelt
Die US-Staatsverschuldung hat die Marke von 40 Billionen Dollar geknackt. Das entspricht rund 124 bis 125 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Bemerkenswert ist nicht nur die Höhe, sondern die Geschwindigkeit: Für die letzte Billion brauchte man kaum ein halbes Jahr.
Polleit beschreibt das System mit einer Klarheit, die man in Lehrbüchern selten findet:
„Das gesamte Kreditmarkt-Universum, insbesondere die Staatsverschuldung, ist ein sogenannter Kettenbrief, ein Ponzi-Spiel. Investoren kaufen eine Anleihe, weil sie davon ausgehen, dass der Staat bei Fälligkeit einem anderen Investor eine neue Anleihe verkaufen kann – und aus diesem Geld wird die alte zurückgezahlt."
Dieses Konstrukt funktioniert nur so lange, wie alle daran glauben. Steigt der Zins deutlich, kann die Illusion binnen Wochen verpuffen. Wer sich an Großbritannien vor zwei Jahren erinnert, weiß, wie schnell so etwas gehen kann.
Fiskalische Dominanz: Wenn die Notenbank zur Dienerin wird
Das Lehrbuch sagt: Die Zentralbank setzt den Zins, der Markt passt sich an. Die Realität hat das umgedreht. Fiskalische Dominanz bedeutet: Die Staatsverschuldung ist so groß geworden, dass die Notenbank ihre Zinspolitik an den Bedürfnissen des Staates ausrichten muss.
Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat nach seiner Ernennung großspurig angekündigt, die Inflation herunterzudrücken. Passiert ist seither: nichts. Der Leitzins bleibt unverändert. In Jackson Hole gab es dann verbale Härte – „man habe noch einiges zu tun".
Polleits Einschätzung ist nüchtern: Ein kleiner Zinsschritt im September sei möglich, vielleicht ein zweiter zum Jahresende, sodass der Leitzins nahe 4 Prozent zu liegen käme. Wahrscheinlichkeit: 30 bis 40 Prozent. Weiter nach oben geht es nicht – dann würde die gesamte Zinskurve mitgezogen, und es würde heikel.
Die Tricks des Finanzministeriums – und was sie verraten
Interessanter als die Rhetorik der Notenbank ist, was das US-Finanzministerium unter Scott Bessent derzeit anstellt. Es sind, wie Polleit sagt, nichtmonetäre Mittel, um den Zins künstlich zu drücken:
- Stützung des japanischen Yen durch koordinierte Devisenmarktinterventionen – denn Japan ist mit rund 1,1 Billionen Dollar der größte Gläubiger der USA. Fällt der Yen weiter, wachsen Zweifel an Japans Kreditqualität.
- Ausweitung der Repo-Fazilitäten der Fed gegenüber staatlichen Stellen, um Abverkäufe im Staatsanleihemarkt zu verhindern.
- Aufgestockte Anleiherückkäufe: Der Staat emittiert Anleihen für 100 Dollar und kauft mit den Erlösen für 10 Dollar eigene Papiere zurück – netto verschuldet man sich mit 90 Dollar, hält aber die Kurse künstlich oben.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der größte Schuldner der Welt manipuliert den Preis seiner eigenen Schulden. Und Donald Trump legt noch nach, indem er im Zusammenhang mit möglichen japanischen Anleiheverkäufen sogar militärische Optionen ins Spiel bringt.
„Ich befürchte, diese nichtmonetären Maßnahmen werden nicht ausreichen. Früher oder später gibt es wieder eine Aufnahme der Schuldpapierkäufe durch die US-Zentralbank – und andere Zentralbanken werden das Gleiche produzieren. Die große Inflation ist am Horizont heute schon erkennbar."
Der Dollar als Waffe – und warum das Gold beflügelt
Bessent hat sich zuletzt gezielt an ausländische Banken gewandt: Entweder Zugang zum US-Dollar-Finanzsystem – oder Geschäfte mit dem Iran. Beides gehe nicht.
Neu ist das nicht. Es hat einen Namen: Financial Warfare. Der Journalist Juan Zarate hat die Systematik 2013 in seinem Buch „Treasury's War" beschrieben. Die Liste der Betroffenen ist lang: Irak 1990/91 und 2003, Libyen, Iran seit 1979, Afghanistan – Länder, die nicht nach der Pfeife Washingtons tanzten, wurden vom Dollar-Zahlungssystem abgekoppelt.
Doch jede Waffe hat einen Preis. Und der Preis heißt: Vertrauensverlust.
Nichtwestliche Investoren erkennen, dass Dollar, Euro, kanadischer Dollar, britisches Pfund und selbst der Schweizer Franken ein politisches Risiko tragen. Wenn Washington sanktioniert, ziehen die Verbündeten mit. Alle westlichen Währungen werden in Sippenhaft genommen.
Der Tabubruch bei Euroclear
Rund 190 Milliarden Euro russischer Vermögenswerte – zu großen Teilen Zentralbankreserven – liegen eingefroren bei Euroclear in Belgien. Die EU zapft die Zinserträge an, die G7 haben darauf einen 50-Milliarden-Dollar-Kredit aufgebaut, mit dem der Ukrainekrieg mitfinanziert wird.
Bis dahin galt die Souveränitätsimmunität von Zentralbankreserven als eisernes Prinzip des internationalen Finanzsystems. Ohne UN-Resolution, allein auf Basis selbstbestimmter Sanktionsmaßnahmen, wurde dieses Prinzip gebrochen.
Die Folge ist absehbar und längst messbar: Die Zentralbanken der Schwellenländer kaufen Gold. Massiv. Seit Jahren. Nicht aus Nostalgie, sondern weil physisches Gold in eigenen Tresoren kein Kontrahentenrisiko trägt. Wer verstehen will, warum Anleger zunehmend zwischen echtem Metall und Papierversprechen unterscheiden, findet in unserer Analyse zu Papiergold und der entscheidenden Frage der Auslieferbarkeit die passenden Argumente.
Was der Goldpreis seit 26 Jahren erzählt
Wer sich nur die letzten Wochen ansieht, verliert den Blick fürs Wesentliche. Ja, es gab die Rallye im August. Ja, es gab den Dämpfer nach Jackson Hole. Und ja, die Achterbahn war beeindruckend: von fast 5.600 US-Dollar je Feinunze im Januar 2026 zurück auf knapp unter 4.000 US-Dollar – und aktuell wieder bei rund 4.500 US-Dollar.
Solche Ausschläge sind das Rauschen. Das Signal liegt darunter:
„Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist der Goldpreis im Jahresdurchschnitt zwischen 11 und 12 Prozent pro Jahr angestiegen. Für die Deutschen ist das sogar ein steuerfreier Ertrag."
Über 26 Jahre. Durch Dotcom-Crash, Finanzkrise, Eurokrise, Pandemie, Energiekrise. Der Trend ist ungebrochen – und der treibende Faktor ist immer derselbe: der schleichende Niedergang des Fiatgeldregimes.
Wer die aktuelle Marktlage genauer verstehen will, dem sei unsere Einordnung zur Bodenbildung rund um die 4.000er-Marke empfohlen. Und wer wissen will, welche geldpolitischen Weichenstellungen den Markt langfristig umkrempeln könnten, findet in unserem Beitrag zu goldgedeckten US-Anleihen und einer möglichen Rückkehr zum Goldstandard reichlich Stoff.
55 Jahre Experiment – nicht mehr
Am 15. August jährte sich zum 55. Mal der Tag, an dem die letzte Bindung des US-Dollars an das Gold gekappt wurde. 55 Jahre. In der Geschichte des Geldes ist das ein Wimpernschlag.
Und doch glauben viele Menschen, das Fiatgeldsystem sei gekommen, um zu bleiben – die endgültige Lösung des Geldproblems. Polleit widerspricht mit Nachdruck: Es ist keine Lösung. Es ist ein Experiment im fortgeschrittenen Stadium des Verfalls.
Warum Gold „unterkomplex" ist – und genau das seine Stärke
Gold hat Eigenschaften, die es zu nahezu perfektem Geld machen:
- Knapp – es lässt sich nicht per Knopfdruck vermehren
- Homogen – eine Unze ist eine Unze, überall auf der Welt
- Teilbar – vom Gramm bis zum Kilobarren
- Transportabel – hoher Wert bei geringem Volumen
- Allseits bekannt – über alle Kulturen und Jahrtausende hinweg
Doch die vielleicht schönste Formulierung des Gesprächs lautet: Gold ist eine unterkomplexe Geldart in einer überkomplexen Welt.
„Der Tauschwert des Goldes hängt nicht von den Öffnungszeiten von Banken oder Börsen ab – auch nicht davon, ob die Stromversorgung gesichert ist."
In einer Zeit, in der über digitales Zentralbankgeld, programmierbare Währungen und lückenlose Transaktionsüberwachung diskutiert wird, ist das kein romantisches Argument. Es ist ein handfestes.
Der Einstieg muss nicht groß sein
Ein häufiges Missverständnis: Man brauche ein Vermögen, um in Edelmetalle einzusteigen. Das Gegenteil ist richtig. Wer klein anfangen will, findet mit einem 1 Gramm Gold Maple Leaf oder dem 0,5 Gramm Gold Deutscher Adler 2026 einen niedrigschwelligen Zugang. Auch der 0,5 Gramm Gold Bulle und Bär in Polierter Platte oder die limitierte 0,5 Gramm Gold Deutsche Mark 2026 verbinden Sammlerwert mit Substanz.
Wer strategisch aufbaut, greift zu den international etabliertesten Goldmünzen – etwa dem 1 Unze Gold Krügerrand 2026, dem kanadischen Maple Leaf, dem Wiener Philharmoniker, dem American Eagle, der britischen Britannia, dem australischen Känguru oder den beliebten Sammlerserien Lunar und China Panda. Wer auf maximale Metallmenge pro Euro setzt, ist mit klassischen Goldbarren gut bedient.
Übrigens: Wie viel Unsinn über Gold und seine Herkunft im Netz kursiert, zeigt eindrucksvoll der Fall eines Influencers, der sich mit dem Goldzähne-Vorwurf gegen die Schweiz vor laufender Kamera blamierte.
„The Great Taking" – oder doch die stille Enteignung?
David Rogers Webb hat mit seinem Buch „The Great Taking" viele Anleger aufgeschreckt. Seine These: Mächtige Eliten führen gezielt einen großen Crash herbei, um sich im Chaos die bei Verwahrstellen wie Euroclear hinterlegten Sicherheiten der Kleinanleger anzueignen.
Dass so etwas nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, zeigen die eingefrorenen russischen Aktien. Anleger, die Papiere von Unternehmen wie Lukoil hielten, sind faktisch enteignet – Gerichtsverfahren blieben bislang erfolglos. Sie wussten nichts von einem Krieg, sie hatten keine Schuld, sie kommen trotzdem nicht an ihr Eigentum.
Und dennoch: Polleit hält Webbs Szenario zwar nicht für unmöglich, aber für vergleichsweise unwahrscheinlich. Seine Begründung ist bestechend logisch.
„Ich glaube, die größte Gefahr für die Anleger besteht darin, dass das Fiatgeldregime in seiner bisherigen Form weitergeführt wird."
Warum sollten privilegierte Gruppen ein System sprengen, das bereits heute hervorragend für sie funktioniert? Das Fiatgeld saugt still, leise und weitgehend unverstanden Vermögen aus der breiten Bevölkerung ab und spült es in die Kassen von Big Banking, Big Business, Big Pharma und Big Military. Kein Aufruhr auf der Straße. Keine Schlagzeilen. Kein Widerstand.
Warum also das Risiko eines offenen Crashs eingehen, wenn die schleichende Variante so komfortabel läuft?
Die eigentliche Bedrohung heißt Inflation
Damit landet das Gespräch bei einer Botschaft, die unspektakulär klingt und doch die wichtigste des gesamten Austauschs ist:
„Hüten Sie sich vor der Inflation. Das ist die allergrößte Gefahr. Viele Menschen können der Inflation gar nicht entkommen – und man muss sich sehr genau damit beschäftigen, um zu erkennen, was man tatsächlich tun kann, um ihr zu entkommen."
Der Autopilot ist gestellt. Steigen die Zinsen zu stark, kollabiert der Schuldenturm. Also werden die Notenbanken früher oder später wieder Staatsanleihen mit frisch geschaffenem Geld kaufen. Das ist der Eintritt in die Inflationierungspolitik – die Politik des vermeintlich kleinsten Übels.
Was das konkret bedeutet
- Sparguthaben verlieren real an Kaufkraft, egal wie hoch der nominale Zins erscheint
- Lebenshaltungskosten steigen schneller als die offizielle Statistik zeigt
- Löhne und Renten hinken der realen Teuerung strukturell hinterher
- Wer nichts tut, entscheidet sich damit automatisch für den Vermögensverlust
Eigenverantwortung ist in diesem Umfeld kein Modewort, sondern eine Notwendigkeit. Niemand wird kommen und Ihr Vermögen für Sie schützen – weder Regierung noch Notenbank noch Bankberater.
Fazit: Der Trend ist der Freund des Vorsichtigen
Man kann die kommenden Monate nicht vorhersagen. Niemand hat eine Glaskugel, auch Thorsten Polleit nicht. Aber man kann Szenarien durchdenken, Wahrscheinlichkeiten abwägen und die großen Linien erkennen.
Und diese Linien sind eindeutig:
- Die Energiepreise werden die Lebenshaltungskosten weiter nach oben treiben – besonders in Europa
- Die Deindustrialisierung zerstört Kapital und beschleunigt die relative Verarmung des Kontinents
- Die Staatsverschuldung hat ein Niveau erreicht, das echte Zinsnormalisierung unmöglich macht
- Die Politisierung westlicher Währungen treibt nichtwestliche Zentralbanken ins Gold
- Das Fiatgeldsystem wird nicht gerettet, sondern nur verlängert – auf Kosten der Kaufkraft
Vor diesem Hintergrund ist die Schlussfolgerung eines Ökonomen, der seit Jahrzehnten präzise analysiert, alles andere als überraschend:
„Ich ermuntere Ihre Zuschauerinnen und Zuschauer, einen Teil des Vermögens in physischem Gold und Silber zu halten."
Kein Renditeversprechen. Keine Garantie. Aber die nüchterne Erkenntnis, dass Gold seit über 5.000 Jahren jedes Papiergeldexperiment überlebt hat – und dass es keinen Grund gibt, ausgerechnet beim aktuellen Experiment eine Ausnahme zu erwarten.
Wer tiefer einsteigen möchte: Am 23. September findet ein großes kostenloses Live-Webinar mit Professor Dr. Thorsten Polleit, Professor Dr. Jung, Ernst Wolff, Peter Hahne und weiteren Gästen statt. Thema: Enteignung, digitale Agenda – und wie Sie sich bestmöglich schützen.
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