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Kettner Bullion

Silver Coin: Britannia Silver

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1 kg Silver Britannia 2025

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1/4 oz Silver Britannia

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Kaum eine Silbermünze verbindet klassische Symbolik so selbstbewusst mit moderner Prägetechnik wie die Silber Britannia. Seit 1997 gibt die britische Royal Mint die stolze Kriegsgöttin in Feinsilber heraus – als erste Silber-Anlagemünze Europas und heute als eine der meistgehandelten Bullionmünzen der Welt. Dieser Ratgeber beleuchtet Geschichte, Motiv, Stückelungen, Feingehalt, die aufwendigen Sicherheitsmerkmale sowie die steuerlichen Besonderheiten und ordnet die Britannia im Vergleich zu anderen Silbermünzen ein.

Die Silber Britannia: erste europäische Silber-Anlagemünze

Nach dem großen Erfolg der Britannia in Gold brachte die Royal Mint 1997 – zehn Jahre nach der Goldpremiere – die erste Silber Britannia heraus. Damit war sie die erste europäische Silber-Anlagemünze überhaupt und schuf ein Gegenstück zu Klassikern wie dem Maple Leaf aus Kanada oder dem Wiener Philharmoniker aus Österreich. Die Erstausgabe erschien ausschließlich in Proof-Qualität und war auf lediglich 20.000 Exemplare limitiert – entsprechend gesucht ist dieser Jahrgang bei Sammlern.

Was die Britannia von Beginn an auszeichnet, ist ihr Doppelcharakter: Sie ist zugleich Zahlungsmittel mit einem Nennwert von 2 Pfund und begehrtes Anlageobjekt. Diese Verbindung aus staatlicher Garantie, hoher Auflage und ikonischem Motiv machte sie rasch zu einer festen Größe in der Welt der Silber-Anlagemünzen. Als Herstellerin bürgt die älteste noch aktive Prägeanstalt Großbritanniens, die British Royal Mint, für gleichbleibend hohe Qualität.

Motiv: die Britannia als Nationalfigur

Der Name geht zurück auf die lateinische Bezeichnung für die römische Provinz Britannia. Schon in der Antike wurde die Landesgestalt als kriegerische Frauenfigur verehrt – ein Symbol für Patriotismus, Stärke und Schutz. Auf der Motivseite erscheint die Britannia klassisch als stehende Gestalt mit Helm, Dreizack und Schild, das den Union Jack trägt. Der Dreizack steht für die Herrschaft über die Meere, der Schild für den Schutz des Landes, das im Wind wehende Gewand für Freiheit und Bewegung.

Das langjährige Standardmotiv „Standing Britannia“ stammt vom Bildhauer Philip Nathan, der die Figur bereits 1987 für die Goldmünze schuf. Zwischen 2001 und 2008 wechselte die Royal Mint das Motiv in den ungeraden Jahren regelmäßig – so entstanden Varianten wie die sitzende Britannia, die behelmte Büste oder die Darstellung mit Löwe. Seit einigen Jahren ist die Gestaltung wieder vereinheitlicht, was die Wiedererkennbarkeit für Anleger stärkt.

Ein Motiv, das seit über zwei Jahrtausenden für die Seele eines Landes steht – auf einer Unze Feinsilber verdichtet.

Die Wertseite mit dem Portrait des Monarchen

Wie bei britischen Münzen üblich zeigt die Wertseite das Portrait des amtierenden Staatsoberhaupts. Von 1997 bis 2022 war das Königin Elizabeth II. in mehreren aufeinanderfolgenden Portraits – unter anderem von Ian Rank-Broadley und Jody Clark. Nach dem Tod der Queen im September 2022 ziert seit dem Jahrgang 2023 das Portrait von König Charles III. die Münze, gestaltet von Martin Jennings. Einer alten Tradition folgend blickt der König nach links, während seine Vorgängerin nach rechts schaute. Auch verwandte Serien wie der Maple Leaf tragen inzwischen das neue Königsportrait.

Feingehalt, Maße und der Wechsel von 2013

Ein zentrales Kapitel in der Geschichte der Silber Britannia ist die Anhebung des Feingehalts. Bis einschließlich 2012 bestand die Münze aus einer Silberlegierung mit rund 958/1000 und einem Kupferanteil, der ihr eine höhere Kratzfestigkeit verlieh. Seit dem Jahrgang 2013 prägt die Royal Mint durchgehend in 999er Feinsilber – damit schloss die Britannia zu den etablierten Anlagemünzen mit hoher Feinheit auf. Die klassische Prägequalität ist Stempelglanz; zusätzlich erscheint jährlich eine limitierte Polierte Platte (Proof/PP), die vor allem Sammler schätzen.

Die 1-Unzen-Britannia ist das Herzstück der Serie, daneben existieren kleinere Stückelungen. Wer in Feinsilber diversifizieren möchte, kombiniert die Britannia gerne mit passenden 1-oz-Silberbarren oder greift zu ganzen Tubes und Masterboxen.

  • 1 oz – der Standard: 31,10 g Feinsilber, Nennwert 2 Pfund, rund 38,6–40 mm Durchmesser. Das mit Abstand liquideste Format.
  • 1/2 oz – 16,23 g, Nennwert 1 Pfund, Durchmesser rund 27 mm. Überwiegend in Sets erhältlich.
  • 1/4 oz – 8,11 g, Nennwert 50 Pence, Durchmesser rund 22 mm. Beliebt als Einstiegsgröße.
  • 1/10 oz – nur 3,25 g bei 16,5 mm, Nennwert 20 Pence. Die kleinste Britannia, ideal für Sammler und kleine Budgets.

Das Motiv bleibt über alle Stückelungen hinweg identisch, auch die Rückseite wird nicht abgewandelt. Der Münzrand ist in der Regel geriffelt. Wer die Münzen langfristig aufbewahrt, sollte auf sachgerechte Lagerung achten – passende Münzkapseln schützen die empfindliche Oberfläche vor Kratzern und Umwelteinflüssen.

Sicherheitsmerkmale: warum die Britannia als besonders fälschungssicher gilt

Seit dem Jahrgang 2021 zählt die Silber Britannia zu den fälschungssichersten Anlagemünzen weltweit. Die Royal Mint kombiniert dafür vier ineinandergreifende Sicherheitsmerkmale, die eine Nachahmung erheblich erschweren:

  • Tinkturlinien – eine aus der Heraldik stammende Technik, die auf dem Union-Jack-Schild Farben durch feine Linienmuster ersetzt.
  • Mikroschrift – per Laser eingraviert, mit den Worten „DECUS ET TUTAMEN“ (lateinisch für „Zierde und Schutz“).
  • Latentes Bild – zeigt je nach Betrachtungswinkel ein Sicherheitsschloss oder einen Dreizack.
  • Animierte Oberfläche – ein Welleneffekt, der beim Drehen der Münze das Meer nachahmt.

Diese Merkmale lassen sich bereits mit bloßem Auge oder einer einfachen Lupe prüfen. Ergänzend gelten für Feinsilbermünzen die üblichen Kontrollen – Gewicht, Durchmesser und Klang geben verlässliche Hinweise auf die Echtheit. Bei Kettner Edelmetalle durchläuft jede Münze eine ISO-konforme Echtheitsprüfung, bevor sie in den versicherten Versand geht.

Auflage, Editionen und Sammlerwert

Die Standardausgabe in Stempelglanz erscheint in hoher Auflage – in manchen Jahren mehrere Hunderttausend Exemplare. Genau diese Verfügbarkeit ist ein Vorteil für Anleger: Sie sorgt für einen liquiden Markt und ein Aufgeld, das sich eng am aktuellen Silberpreis orientiert. Sammler hingegen richten ihr Augenmerk auf die Besonderheiten der Serie.

Proof-Ausgaben und limitierte Sets

Die Proof-Version erscheint in deutlich kleinerer Auflage und in aufwendiger Politur. Über die Jahre veröffentlichte die Royal Mint zahlreiche Sammler-Editionen – darunter mehrteilige Coin-Sets, die alle Stückelungen eines Jahrgangs bündeln, sowie Jubiläumsausgaben zum 20- und 25-jährigen Bestehen der Serie. Solche Stücke erzielen regelmäßig Zuschläge über dem reinen Materialwert.

Privy-Mark-Ausgaben

Eine britische Eigenheit sind die Privy-Mark-Britannias: Statt auf der Motivseite bringt die Royal Mint das Sonderzeichen umlaufend am Münzrand an – etwa mit den Tierkreiszeichen des chinesischen Lunarkalenders. Optisch bleibt die Motivseite unverändert, was diese Ausgaben zu einer subtilen Rarität macht. Wer sich für die Verbindung von Anlagemünze und ostasiatischer Symbolik interessiert, findet Verwandtes in der Lunar Serie UK derselben Prägestätte.

Sammler- oder Anlageobjekt?

Für den reinen Silberbesitz ist die günstige Stempelglanz-Unze erste Wahl. Wer Freude an Raritäten hat, greift zu Proof-Ausgaben, Jubiläums-Sets oder Privy-Mark-Varianten – sie verbinden Materialwert mit einem möglichen Sammleraufschlag.

Steuer: Differenzbesteuerung bei der Silber Britannia

Silbermünzen unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Umsatzsteuer – anders als steuerbefreites Anlagegold. Für die Britannia ergibt sich jedoch eine Besonderheit: Nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gilt das Land als Drittland, weshalb die Münze im Regelfall differenzbesteuert gehandelt werden kann. Dabei wird nur die Handelsspanne besteuert, nicht der gesamte Warenwert – das senkt den effektiven Steueranteil gegenüber der regulären Besteuerung spürbar.

Wie bei allen Edelmetallen gilt zudem: Nach einer Haltefrist von einem Jahr ist ein etwaiger privater Veräußerungsgewinn steuerfrei. Für die konkrete Ausgestaltung lohnt ein Blick auf die anderen Angebote im Bereich differenzbesteuerte Silbermünzen. Steuerliche Regelungen können sich ändern – die folgenden Angaben sind allgemeine Information und ersetzen keine steuerliche Beratung.

Britannia im Vergleich und in Gold und Platin

Die Britannia erscheint nicht nur in Silber, sondern auch in Gold und Platin – für Anleger, die dasselbe Motiv über mehrere Edelmetalle hinweg sammeln möchten. Im Vergleich zu anderen Feinsilber-Klassikern punktet sie mit ihrer hohen Fälschungssicherheit und dem wechselvollen Designerbe.

Gegenüber dem Wiener Philharmoniker und dem Maple Leaf teilt die Britannia den hohen Feingehalt von 999, hebt sich aber durch die animierte Oberfläche und die Mikroschrift ab. Wer motivstarke Serien mag, findet in den Queen’s Beasts eine weitere britische Prägung mit Sammlercharakter. Für den systematischen Vermögensaufbau lassen sich Britannias auch über Sparplan-Produkte regelmäßig beziehen.

Häufig gestellte Fragen zur Silber Britannia

Seit wann gibt es die Silber Britannia? +

Die erste Silber Britannia erschien 1997, zehn Jahre nach der Goldpremiere von 1987. Sie gilt als erste Silber-Anlagemünze Europas und wird seither jährlich neu aufgelegt.

Welchen Feingehalt hat die Britannia in Silber? +

Seit dem Jahrgang 2013 besteht die Münze aus 999er Feinsilber. Zuvor lag der Feingehalt bei rund 958/1000 mit einem Kupferanteil, der die Kratzfestigkeit erhöhte.

In welchen Stückelungen ist die Silber Britannia erhältlich? +

Neben der klassischen 1 oz gibt es die Münze in 1/2 oz, 1/4 oz und 1/10 oz. Standard und liquideste Größe ist die volle Unze; die kleineren Formate finden sich häufig in Sets.

Warum gilt die Britannia als besonders fälschungssicher? +

Seit 2021 vereint die Münze vier Sicherheitsmerkmale: Tinkturlinien auf dem Schild, eine Laser-Mikroschrift mit dem Spruch „DECUS ET TUTAMEN“, ein latentes Bild sowie eine animierte Wellenoberfläche. Diese Kombination erschwert Fälschungen erheblich.

Wird die Silber Britannia differenzbesteuert? +

Da Großbritannien seit dem EU-Austritt als Drittland gilt, kann die Britannia in der Regel differenzbesteuert gehandelt werden. Dabei wird nur die Handelsspanne besteuert, was den effektiven Steueranteil senkt. Die konkrete Behandlung kann sich ändern; dies ist keine Steuerberatung.

Wessen Portrait ist heute auf der Britannia zu sehen? +

Seit dem Jahrgang 2023 zeigt die Wertseite das Portrait von König Charles III. von Martin Jennings. Zuvor war von 1997 bis 2022 Königin Elizabeth II. in mehreren Portraitfassungen abgebildet.

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