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Fed erhöht Zinsen: Gold und Silber unter Druck

30.09.2026VideoKettner BullionCompanion text AI-generated

Donald Trump hatte sich von seinem Wunschkandidaten an der Spitze der US-Notenbank vor allem eines erhofft: billiges Geld. Seit Jahren fordert der US-Präsident öffentlich und lautstark niedrigere Zinsen. Doch Kevin Warsh, der neue Mann an der Spitze der Federal Reserve, hat genau das Gegenteil getan. Im September hob die Fed den Leitzins zum ersten Mal seit drei Jahren an, auf ein Zielband von 3,75 bis 4,00 Prozent.

Am Montag bekam der Edelmetallmarkt die Folgen deutlich zu spüren. Gold verlor zeitweise bis zu vier Prozent, Silber rutschte ähnlich stark ab. Wer seit Monaten auf die nächste Rally gewartet hat, rieb sich verwundert die Augen. Und doch ist dieser Rücksetzer nur die Oberfläche einer viel größeren Geschichte. Darin sitzt die Fed in einer Falle, aus der sie nach unserer Einschätzung kaum entkommen kann.

Denn die eigentliche Frage dieser Woche lautet nicht, ob Gold an einem Montag fällt. Sie lautet: War die Zinserhöhung im September ein einmaliger Schritt, oder ist sie der Auftakt einer ganzen Serie? Über diese Frage wird in den großen Medien erstaunlich wenig gesprochen.

Drei Termine entscheiden über den Oktober

Die Antwort kommt nicht auf einen Schlag, sondern in Etappen. Wer verstehen will, wohin sich Gold und Silber in den kommenden Wochen bewegen, sollte sich diese Daten rot im Kalender markieren:

  1. Mittwoch, 30. September, 14:30 Uhr: Veröffentlichung des PCE-Preisindex, also der Inflationskennzahl, auf die die Fed selbst am stärksten achtet.
  2. Freitag, 2. Oktober, 14:30 Uhr: Der US-Arbeitsmarktbericht, der darüber mitentscheidet, ob Warsh im Oktober nachlegt.
  3. Mittwoch, 28. Oktober: Die nächste Zinsentscheidung der Fed.

Wie Profis die Lage einschätzen, zeigt das FedWatch-Tool der Terminbörse CME in Chicago. Dort wetten Händler täglich mit echtem Geld darauf, was die Notenbank als Nächstes tut. Man könnte es auch ein großes Casino nennen. Am Dienstag lag die dort abgeleitete Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Oktober bei rund 70 Prozent, bis Dezember sogar bei über 90 Prozent.

Ein Satz aus Jackson Hole, den man sich merken sollte

Im August stand Warsh beim traditionellen Notenbank-Treffen in Jackson Hole vor Zentralbankern aus aller Welt. Sinngemäß sagte er dort, er fühle sich einer Disziplin verpflichtet und nicht einer bestimmten Entscheidung. Übersetzt heißt das: Seine Hauptaufgabe sei die Bekämpfung der Inflation, ganz gleich, was das Weiße Haus sich wünscht.

Die Zahlen geben ihm vorerst recht. Die US-Verbraucherpreise lagen im August bei 3,4 Prozent und damit deutlich über dem offiziellen Ziel der Fed. Besonders brutal traf es die Energie: Benzin verteuerte sich um rund 27 Prozent, Heizöl sogar um etwa 52 Prozent. Die Treiber dahinter liegen auf der Hand:

  • der Krieg mit dem Iran und die damit verbundene Unsicherheit an den Energiemärkten,
  • die Zollpolitik der US-Regierung, die Importe verteuert,
  • ein gewaltiger Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, der enorme Mengen an Strom und Rohstoffen verschlingt.

Die Kernrate: Inflation ohne das, was wirklich wehtut

Am Mittwoch folgte dann der PCE-Index. Die Gesamtrate lag bei 3,4 Prozent und fiel damit niedriger aus als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Das nimmt zunächst etwas Druck von Warshs Schultern und senkt die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt im Oktober.

In den Schlagzeilen dominierte allerdings wieder einmal die sogenannte Kernrate. Sie lag bei 3,0 Prozent statt der erwarteten 3,3 Prozent. Klingt beruhigend. Doch genau hier lohnt sich der zweite Blick.

Was die Kernrate einfach weglässt

Die Kernrate klammert Energie und Lebensmittel aus. Ausgerechnet die beiden Posten, die derzeit am stärksten steigen. Ausgerechnet das, was jeder Haushalt Tag für Tag bezahlt: Strom, Heizöl, Sprit, den Einkauf im Supermarkt. Offiziell heißt es, diese Preise schwankten zu stark, um ein verlässliches Bild der Teuerung zu liefern.

Wie viel dieses Weglassen ausmacht, zeigen die August-Verbraucherpreise: Mit allem gerechnet lag die Teuerung bei 3,4 Prozent, ohne Energie und Lebensmittel bei nur 2,4 Prozent. Ein ganzer Prozentpunkt Inflation verschwindet so aus der öffentlichen Wahrnehmung.

Unsere Einschätzung: Die Kernrate ist vor allem ein Instrument, um die Inflation kleiner aussehen zu lassen, als die Menschen sie im Alltag tatsächlich spüren.

Und hier lohnt die Frage nach den Anreizen. Eine niedrigere ausgewiesene Inflation öffnet die Tür für Zinssenkungen, entlastet den Schuldendienst des Staates und beruhigt den Anleihemarkt. Wir halten es für naheliegend, dass genau deshalb die Kernrate immer dann in den Vordergrund rückt, wenn eine Lockerung der Geldpolitik politisch gewünscht ist. Der Bürger an der Zapfsäule hat von dieser Rechenkunst allerdings nichts. Für ihn zählt jeder Prozentpunkt, den die Statistik verschweigt.

Freitag, 14:30 Uhr: Drei Szenarien für Gold und Silber

Am heutigen Freitag um 14:30 Uhr deutscher Zeit erscheint der US-Arbeitsmarktbericht. Erwartet werden rund 100.000 neue Stellen und eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Und jetzt wird es für Edelmetall-Anleger paradox: Eine gute Nachricht vom Arbeitsmarkt ist für Gold kurzfristig eine schlechte.

Der Grund ist simpel. Wenn kaum jemand seinen Job verliert, kann die Fed die Zinsen anheben, ohne großen sichtbaren Schaden anzurichten. Ein robuster Arbeitsmarkt gibt Warsh also Rückendeckung für weitere Straffungen.

  1. Szenario 1: Der Bericht fällt „heiß“ aus. Entstehen deutlich mehr als 100.000 Stellen und sinkt die Arbeitslosenquote, gilt die Oktober-Erhöhung als nahezu ausgemacht. Gold und Silber könnten dann kurzfristig noch einmal nachgeben.
  2. Szenario 2: Der Bericht fällt „lau“ aus. Liegt die Zahl im Bereich der Erwartungen, dürfte sich das FedWatch-Barometer kaum bewegen. Der Markt bleibt in Wartestellung.
  3. Szenario 3: Der Bericht fällt „kalt“ aus. Entstehen weniger Stellen als erwartet und steigt die Arbeitslosigkeit, kämpft die Notenbank gleichzeitig gegen hohe Preise und eine schwächelnde Wirtschaft. Genau in solchen Phasen war Gold historisch besonders gefragt.

Doch ganz gleich, welches Szenario eintritt: Wer sein Vermögen nach einzelnen Monatsdaten ausrichtet, wird verrückt. Entscheidend ist das große Bild. Wie nervös der Markt gerade auf runde Marken reagiert, haben wir zuletzt in unserer Analyse Gold zittert um die 4.000er-Marke – doch die Bodenbildung hält stand beleuchtet. Das Muster wiederholt sich: kurzfristige Ausschläge, langfristig stabile Fundamente.

Die Zinsfalle: Warum Warsh kein zweiter Volcker werden kann

Im Hintergrund wirkt eine Kraft, die weit größer ist als jede Monatsstatistik. Wir nennen sie die Zinsfalle. Die Ausgangslage:

  • Die Staatsverschuldung der USA liegt inzwischen bei über 40 Billionen Dollar.
  • Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren bei über 5 Prozent, so hoch wie seit rund 19 Jahren nicht mehr.
  • Jede weitere Zinserhöhung macht neue Schulden für Washington noch teurer.

Der echte Zins entscheidet, nicht die Schlagzeile

Rechnen wir nach. Der Leitzins liegt bei knapp 4 Prozent, die Inflation bei 3,4 Prozent. Als realer Zins bleibt kaum ein halber Prozentpunkt übrig. Genau diese Differenz zwischen Leitzins und Inflation ist für Gold maßgeblich. Nicht das Wort „Zinserhöhung“ in der Überschrift.

Dominik Kettner rechnet zudem damit, dass die Inflation infolge der Energiekrise bis etwa Ende des ersten Quartals 2027 wieder deutlich anziehen könnte, nach seiner Erwartung möglicherweise sogar in den zweistelligen Bereich. Das ist eine Prognose, keine Gewissheit. Trifft sie aber auch nur annähernd zu, wäre die Fed schlicht nicht in der Lage, die Zinsen schnell genug anzuheben, um die Teuerung wieder einzufangen.

Der Blick zurück in die 1970er

Die Geschichte kennt dieses Muster. In den 1970er-Jahren erhöhte die Fed die Zinsen immer wieder, doch die Inflation lief meist schneller davon. Gold stieg in diesem Jahrzehnt von 35 Dollar auf in der Spitze rund 850 Dollar je Unze. Erst Paul Volcker, einer von Warshs Vorgängern, durchbrach den Kreislauf, indem er den Leitzins auf fast 20 Prozent trieb, weit über die damals zweistellige Inflationsrate.

Der entscheidende Unterschied: Als Volcker die Zinsen hochtrieb, lag die US-Staatsverschuldung noch unter einer Billion Dollar. Heute ist es mehr als das Vierzigfache.

20 Prozent Zinsen auf 40 Billionen Dollar Schulden ergäben rechnerisch rund 8 Billionen Dollar Zinslast pro Jahr. Ein Volcker-Schock wäre für die heutigen USA schlicht nicht bezahlbar.

Natürlich müsste nicht der gesamte Schuldenberg über Nacht zu diesen Sätzen refinanziert werden. Doch die Richtung ist eindeutig: Jede ernsthafte Hochzinspolitik würde den Staatshaushalt sprengen. Deshalb halten wir es für nahezu ausgeschlossen, dass Kevin Warsh zum neuen Paul Volcker wird.

Die Reaktion im August spricht Bände

Wie Washington reagiert, wenn es am Anleihemarkt ungemütlich wird, ließ sich im August beobachten. Das US-Finanzministerium kündigte größere Anleihe-Rückkäufe an. Gold sprang am Folgetag um rund 3 Prozent. Der Markt hat sehr genau verstanden, was solche Maßnahmen bedeuten: Am Ende wird der Schuldendienst nicht durch Disziplin gesichert, sondern durch frische Liquidität.

Passend dazu wird in den USA sogar über goldgedeckte Staatsanleihen diskutiert. Was hinter dieser Idee steckt, erklären wir im Beitrag Goldgedeckte US-Anleihen: Rückkehr zum Goldstandard?.

Wetter und Klima: Die Zentralbanken kaufen weiter

Der Preiseinbruch vom Montag ist real. Aber er ist, bildlich gesprochen, das Wetter, nicht das Klima. Das Klima am Goldmarkt bestimmen andere Kräfte, allen voran die Zentralbanken dieser Welt.

  • Nach Schätzungen des World Gold Council kauften Notenbanken im ersten Quartal 2026 rund 244 Tonnen Gold, ein großer Teil davon ohne offizielle Meldung.
  • Im zweiten Quartal kamen laut denselben Schätzungen weitere 289 Tonnen hinzu, ein neuer Rekordwert.
  • Die US-Großbank JPMorgan hat zuletzt für Ende 2027 einen Goldpreis von rund 6.300 Dollar je Unze genannt.

Wenn ausgerechnet die Institutionen, die das Papiergeld herausgeben, ihre Reserven in historischem Tempo mit physischem Gold auffüllen, sollte das jeden Sparer nachdenklich machen. Die Notenbanken vertrauen offenbar dem Metall mehr als den Währungen ihrer Kollegen.

Bemerkenswert ist dabei die Form: Zentralbanken kaufen physisches Gold, keine Zertifikate. Während viele Privatanleger in Europa wieder zu Papierprodukten greifen, wie wir in Papiergold im Comeback: Europas Anleger greifen zu – doch die entscheidende Frage bleibt offen analysiert haben, setzen die Großen auf das, was man anfassen kann. Wie emotional die Debatte um Gold mitunter geführt wird, zeigt übrigens auch unser Beitrag Goldzähne-Vorwurf gegen die Schweiz: Influencer blamiert sich vor laufender Kamera.

Digitales Geld in der Schublade

Jetzt denke einen Schritt weiter. Was passiert, wenn sich die Inflation infolge der Energiekrise nicht mehr einfangen lässt? Wenn immer mehr Geld gedruckt wird und die Kaufkraft schwindet? Wäre es dann aus Sicht der Politik nicht praktisch, eine digitale Währung aus der Schublade zu ziehen, die an bestimmte Bedingungen geknüpft werden kann?

Die Bausteine dafür liegen längst auf dem Tisch:

  • Russland hat den digitalen Rubel eingeführt.
  • Im Euroraum soll der digitale Euro nach dem aktuellen politischen Fahrplan noch in diesem Jahr gesetzlich auf den Weg gebracht und bis spätestens 2029 eingeführt werden.
  • In den USA verpflichtet der GENIUS Act Stablecoin-Emittenten, ihre Token vollständig mit Reserven zu decken, zu denen vor allem kurzlaufende US-Staatsanleihen zählen. Unsere Einschätzung: Damit entsteht faktisch ein digitaler Dollar in privater Hand, der zugleich als Abnehmer für Staatsschulden dient.

Was im Kleingedruckten zum digitalen Euro steht

Offiziell heißt es, der digitale Euro sei „nicht programmierbar“. Ein Blick in den Verordnungsentwurf lohnt sich trotzdem. Artikel 24 Absatz 1 erlaubt sogenannte bedingte Zahlungen, die automatisch ausgelöst werden, sobald festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Absatz 2 bezeichnet den digitalen Euro zugleich als nicht programmierbares Geld, die technischen Standards dafür setzt die EZB. Dazu kommen geplante Haltegrenzen je Bürger, keine Verzinsung und eine Infrastruktur in der Hand der Notenbank.

Die Technik schafft die Möglichkeit zur Steuerung. Wie weit sie genutzt wird, entscheidet die Politik von morgen, nicht das Versprechen von heute.

Vor dem Hintergrund einer Welt, in der der Krieg zwischen Russland und der Ukraine eskaliert, Deutschland immer tiefer in diesen Konflikt hineingezogen wird und der Nahe Osten mit Iran, Israel und den USA brennt, wirkt das wenig beruhigend. Historisch folgten auf Phasen extremer Verschuldung und geopolitischer Spannung meist eines von drei Dingen: Hyperinflation, großer Krieg oder Währungsreform. Diesmal erscheinen alle drei möglich.

Was das jetzt für dich bedeutet

Wenn dich die roten Zahlen vom Montag nervös gemacht haben: Verkaufe nicht aus dem Bauch heraus. Wer in Panik verkauft, erwischt in aller Regel genau den Moment, in dem die Stimmung am schlechtesten ist. Und für einen Händler gilt übrigens: Er verdient an Kauf und Verkauf gleichermaßen. Die Empfehlung, Ruhe zu bewahren, entspringt also nicht dem Geschäftsinteresse, sondern der Überzeugung, dass die fundamentalen Treiber für Gold und Silber intakt sind.

Klug aufstocken statt auf den Tiefpunkt zu warten

Wer den Rücksetzer eher als Gelegenheit sieht, sollte strategisch vorgehen:

  1. Betrag aufteilen: Einen Teil als Startinvestment einsetzen, den Rest in kleineren Raten über die folgenden Wochen.
  2. Sparplan nutzen: Bestehende Sparpläne lassen sich per Einmalzahlung auffüllen, während die monatlichen Raten weiterlaufen.
  3. Durchschnittspreis wirken lassen: Gerade in schwankungsreichen Phasen sorgt regelmäßiges Kaufen für einen Durchschnittspreis, den man mit einzelnen Timing-Versuchen kaum je treffen würde. Niemand erwischt zuverlässig den Tiefpunkt.
  4. Gesunde Gewichtung wählen: Dominik Kettner empfiehlt eine Aufteilung von etwa 70 Prozent Gold und 30 Prozent Silber.

Der Kettner-Sparplan lässt sich in wenigen Minuten online abschließen. Du bestimmst Liefer-Rhythmus, Gold- und Silberanteil sowie die Höhe der Rate, per Lastschrift oder Dauerauftrag. Pausieren oder beenden kannst du ihn jederzeit, ohne Vertragsbindung.

Welche Produkte sich eignen

Beim Gold bilden Goldmünzen und Goldbarren das Fundament. Zu den weltweit bekanntesten Anlagemünzen zählen der kanadische Maple Leaf in Gold, der in Europa besonders beliebte Wiener Philharmoniker in Gold, das australische Känguru in Gold, der US-amerikanische American Eagle in Gold sowie die britische Britannia in Gold. Wer Motivvielfalt schätzt, wird bei der Lunar-Serie in Gold oder dem China Panda in Gold fündig.

Auch beim Silber gilt: Physisch und breit gestreut. Silbermünzen wie der Maple Leaf in Silber, der Wiener Philharmoniker in Silber, das Känguru in Silber, die Britannia in Silber, der American Eagle in Silber oder der Krügerrand in Silber sind international bekannt und hoch liquide. Für größere Mengen bieten sich Silberbarren an.

Wer nicht lange zusammenstellen möchte, greift zu fertigen Paketen. Zum Einstieg eignet sich das Schnupperpaket Gold Silber. Speziell für Krisenszenarien mit kleiner Stückelung ist das Gold-Silber-Tauschmittel-Paket gedacht. Eine solide Basis bietet das Starterpaket Gold und Silber S, und für größere Vermögensteile stehen das Gold-Silber-Investmentpaket S sowie das Gold-Silber-Investmentpaket M bereit.

Die Kettner-Einordnung: Kurzfristig Gegenwind, langfristig Rückenwind

Die Zinserhöhung der Fed hat Gold und Silber kurzfristig unter Druck gesetzt. Möglicherweise folgen im Oktober noch weitere Rücksetzer, vor allem wenn der heutige Arbeitsmarktbericht „heiß“ ausfällt. Fällt er hingegen „kalt“ aus, könnte es sehr schnell auch in die andere Richtung gehen.

Doch das große Bild bleibt eindeutig. Ein Staat mit über 40 Billionen Dollar Schulden kann sich dauerhaft hohe Realzinsen nicht leisten. Eine Notenbank, die ihre Inflationskennzahl um Energie und Lebensmittel bereinigt, verschiebt den Blick weg von den Preisen, die die Menschen tatsächlich zahlen. Und Zentralbanken, die in Rekordtempo physisches Gold horten, zeigen, wem sie wirklich vertrauen.

Unsere Einschätzung: Die Fed sitzt in der Zinsfalle. Am Ende wird die Schuldenlast über Geldentwertung bedient werden, nicht über Disziplin. Und genau dagegen schützt physisches Gold seit Jahrtausenden.

Wer die drei Szenarien für den Arbeitsmarktbericht, die Parallelen zu den 1970er-Jahren und die Rechnung hinter der Zinsfalle noch einmal ausführlich von Dominik Kettner hören möchte, sollte sich das Video oben ansehen. Und am 7. Oktober um 19 Uhr ordnet er in der kostenlosen Gold Night live ein, was der Arbeitsmarktbericht für Gold und Silber bedeutet, drei Wochen vor der nächsten Fed-Entscheidung. Dort kannst du deine Fragen direkt im Chat stellen.

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