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Kettner Bullion

Auswanderung als Plan B: Deutsche Unternehmer verlassen das Land

12.05.2026PodcastKettner Bullion

Es gibt Momente, in denen eine einzige Zahl alles über den Zustand eines Landes verrät. 50 Prozent. So viel kann der deutsche Fiskus von einem Unternehmer verlangen, der seinem Heimatland den Rücken kehren möchte – und zwar bevor er überhaupt einen Cent realisiert hat. Es ist eine fiktive Besteuerung, eine virtuelle Enteignung, ein finanzieller Zaun, der quer durch die Bundesrepublik gezogen wurde. Und immer mehr Leistungsträger fragen sich: Bin ich hier eigentlich noch Bürger – oder schon Gefangener?

Professor Dr. Christoph Juhn, einer der profiliertesten Steuerberater Deutschlands und Inhaber einer Kanzlei mit Standorten in Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Bonn und Dubai, hat in einem ausführlichen Gespräch mit Dominik Kettner offengelegt, was sich derzeit hinter den Kulissen des deutschen Steuerrechts abspielt. Und seine Beobachtungen sollten jeden aufrütteln, der in diesem Land Vermögen besitzt, aufbaut oder weitergeben möchte.

Die unbequeme Wahrheit: 8 von 10 Unternehmern haben einen Plan B

Es ist eine Zahl, die hängenbleibt. Acht von zehn vermögenden Unternehmern, die in Juhns Kanzlei beraten werden, haben das Thema Auswanderung „als Option in der Schublade". Nicht, weil sie es morgen tun wollen. Sondern weil sie wissen, dass die wirtschafts- und steuerpolitische Lage in Deutschland eine derartige Schieflage angenommen hat, dass man besser vorbereitet sein sollte.

„Das Erschreckende für mich ist, dass acht einen Plan B in der Schublade haben möchten und die Auswanderung jederzeit die Karte ziehen möchten." – Prof. Dr. Christoph Juhn

Es ist ein stilles, leises Phänomen – aber eines mit gewaltiger Sprengkraft. Denn wenn die Träger der deutschen Wirtschaft ihren Wegzug planen wie eine Versicherungspolice, dann ist das Vertrauen in den Standort längst nicht mehr intakt. Die Milliardenströme, die nach Osten fließen, die explodierenden Sozialausgaben, die zunehmende Regulierungsdichte – all das führt dazu, dass Leistungsträger ihre Optionen sortieren.

Die Wegzugssteuer: Das deutsche Damoklesschwert

Wer als deutscher GmbH-Gesellschafter dieses Land verlassen will, lernt schnell den Begriff Wegzugssteuer kennen. Für Kapitalgesellschaften heißt das Pendant Entstrickungssteuer. Die Mechanik ist dabei genauso simpel wie brutal: Der Staat tut so, als hätten Sie Ihr Unternehmen beim Wegzug verkauft – und besteuert den fiktiven Gewinn.

Wie wird der Wert ermittelt? Juhn erklärt die Formel mit einer Klarheit, die einen frösteln lässt:

  • Sie nehmen den durchschnittlichen Jahresgewinn Ihres Unternehmens
  • Ziehen 30 Prozent Steuern davon ab
  • Multiplizieren das Ergebnis mit dem gesetzlichen Faktor 13,75
  • Auf den so ermittelten Wert zahlen Sie zwischen 30 und 50 Prozent Steuern

Konkret bedeutet das: Ein Unternehmer mit 10 Millionen Euro Jahresgewinn wird mit einem fiktiven Unternehmenswert von rund 96 Millionen Euro belastet. Auf diesen Phantasiewert sollen dann Steuern fließen – Cash, das der Unternehmer nie gesehen hat. Das ist keine Besteuerung mehr. Das ist eine finanzielle Geiselnahme.

Historische Parallelen, die niemand hören will

Wer in der Geschichte gräbt, findet beunruhigende Vorläufer. Bereits in den 1930er Jahren gab es in Deutschland die berüchtigte Reichsfluchtsteuer. Damals wie heute war das Ziel klar: Das Vermögen sollte das Land nicht verlassen, während sich die Bedingungen für Vermögende verschlechterten. Juhn selbst zieht den historischen Bogen ins Jahr 1972, als nach dem Verkauf des Karstadt-Konzerns durch Helmut Horten in der Schweiz das Außensteuergesetz geschaffen wurde – die Geburtsstunde der modernen Wegzugssteuer.

Der explosive Befund: Die Wegzugssteuer ist europarechtswidrig

Hier wird es brisant. Denn was Juhn mit einer Sicherheit von 90 Prozent prognostiziert, könnte für tausende Unternehmer in Deutschland zur finanziellen Wiederauferstehung werden. Die deutsche Wegzugssteuer in ihrer jetzigen Form – mit der Pflicht, die Steuer in maximal sieben Jahresraten zu zahlen – steht im Widerspruch zum Europarecht.

„Ich sag dir zu 90 Prozent kippt die Rechtslage. Wenn du ausgewandert bist, kommst du zurück, lässt die Steuer erstatten und ziehst dann noch mal aus."

Der Europäische Gerichtshof hat in der Rechtssache Wächtler bereits entschieden, dass eine Fünf-Jahres-Stundung für den Wegzug in die Schweiz europarechtswidrig ist. Wenn fünf Jahre nicht zulässig sind, wie können dann sieben Jahre Bestand haben? Die Logik ist zwingend. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Karlsruhe oder Luxemburg das Gesetz zerlegen.

Für viele Auswanderer ergibt sich daraus eine spannende Strategie: Zurückkehren, Wegzugssteuer zurückfordern, mit der dann geltenden neuen (laxeren) Regelung erneut ausreisen. Der Rückkehrzeitraum beträgt regulär sieben Jahre, in bestimmten Konstellationen sogar zwölf Jahre.

Warum die Politik kommt: Das Defizit-Drama der Republik

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind in den vergangenen 14 Jahren um sage und schreibe 77 Prozent gestiegen. Und trotzdem reicht das Geld vorne und hinten nicht. Juhn liefert eine Prognose, die ernüchtert: Bis 2028 dürften die Steuereinnahmen auf 1,1 Billionen Euro klettern – während sie inflationsbereinigt eigentlich nur auf 800 Milliarden steigen müssten. Trotzdem reicht es nicht.

Warum? Weil die Ausgabenseite vollkommen aus dem Ruder läuft. Sozialleistungen, Schuldzinsen, ideologische Lieblingsprojekte – die Bundeskasse ist ein Fass ohne Boden. Und genau hier entsteht der politische Druck, an die Vermögen der Bürger heranzugehen. Friedrich Merz hat es vor seinem Amtsantritt deutlich formuliert: Man müsse nur 10 Prozent der „Spar­guthaben mobilisieren". Ursula von der Leyen propagiert die Savings and Investments Union. Es sind die rhetorischen Vorboten dessen, was kommen könnte.

Drei Steuer-Schwerter über Ihrem Vermögen

Wer in Deutschland Vermögen besitzt, muss heute mit drei strukturellen Risiken rechnen:

  1. Erbschaftssteuer – periodisch verfassungswidrig, dann wieder „repariert"
  2. Vermögenssteuer – aktuell nicht erhoben, aber politisch ständig in der Diskussion
  3. Wegzugssteuer/Entstrickungssteuer – die finanzielle Mauer für Auswanderungswillige

Bei einer Vermögenssteuer von nur einem Prozent pro Jahr wäre ein 100-Millionen-Vermögen über mehrere Generationen substanziell entwertet. Inflation und Zinseszinseffekt machen aus der vermeintlich harmlosen Abgabe einen Vermögensvernichter. Wer das verstanden hat, der weiß, warum ein nicht unwesentlicher Teil seines Vermögens als physisches Gold oder anderes Edelmetall gelagert werden sollte – außerhalb der Reichweite politischer Schnellschüsse.

Mobile Werte: Warum Edelmetalle Teil jeder seriösen Strategie sind

Während Unternehmensbeteiligungen und Immobilien dem Fiskus auf dem Silbertablett präsentiert werden, gibt es eine Kategorie von Vermögen, die sich seit Jahrtausenden bewährt: Gold. Echtes, physisches Gold in der Hand des Eigentümers.

Wer die Berichte über Fort Knox und die fragwürdige Qualität der dort gelagerten Barren liest, der versteht: Selbst Nationen können beim Thema Gold nicht immer trauen, was ihnen vorgegaukelt wird. Umso wichtiger ist es, dass private Anleger auf zertifizierte, anerkannte Produkte setzen. Klassiker wie der Maple Leaf aus Kanada, der Wiener Philharmoniker, die britische Britannia oder die American Eagle gehören in jedes durchdachte Krisenportfolio.

Wer den Einstieg sucht, findet im Gold Starter-Set ein passgenaues Einsteigerpaket. Etablierte Investoren greifen eher zum Gold Krisenschutzpaket M oder zum Krisenschutzpaket XXL – je nach Vermögensstruktur.

„Wenn es hart auf hart kommt, die wollen mir irgendwann alles wegnehmen. Das ist immer so diese einfache Floskel. Aber in Wirklichkeit haben die Menschen ja genau davor Sorge, dass der Fiskus aufgrund schlechter Ausgabenpolitik irgendwann an die Ersparnisse der Bürger muss." – Dominik Kettner

Genau darum sind Goldbarren und Anlagemünzen nicht einfach nur Investments. Sie sind eine Versicherungspolice gegen das Versagen politischer Systeme. Sie sind transportabel, weltweit anerkannt, jenseits jedes digitalen Zugriffs. Und sie haben in den vergangenen 5.000 Jahren jeden Staat überlebt, der versucht hat, sie zu konfiszieren oder zu entwerten.

Erbschaftssteuer: Die unsichtbare Enteignung der Mittelschicht

Während Unternehmer mit cleveren Strukturen ihr Betriebsvermögen erbschaftssteuerfrei übertragen können, trifft es die normale Mittelschicht voll. Eltern arbeiten ein Leben lang für ihr Familienheim – und wenn sie sterben, fordert der Staat 30 Prozent. Es ist eine doppelte Besteuerung in Reinkultur, denn das Geld, mit dem das Haus gebaut wurde, war bereits voll versteuert.

Juhn skizziert einige Gestaltungen, mit denen Familien wenigstens einen Teil der Substanz retten können:

  • Familienheim-Schenkung an den Ehepartner: Komplett steuerfrei, ohne Bedingungen
  • Übertragung an Kinder: Steuerfrei, wenn diese zehn Jahre selbst dort wohnen und das Objekt unter 200 m² liegt
  • Übertragung unter Nießbrauchsvorbehalt: Reduziert die Bemessungsgrundlage drastisch – bei einem Mitte-60-jährigen Schenker oft um 50 Prozent

Diese Modelle zeigen vor allem eines: Wer sich nicht aktiv um seine Vermögensstruktur kümmert, der wird vom System abgemolken. Eigenverantwortung ist nicht optional – sie ist Pflicht.

Die Königswege der Steuergestaltung

Für Unternehmer, die nicht sofort auswandern wollen, hat Juhn eine Reihe von Strukturen skizziert, die in der Praxis funktionieren:

  1. Formwechsel zur GmbH & Co. KG: Als Gesellschafter einer Personengesellschaft kann man auswandern, solange die Gesellschaft in Deutschland bleibt
  2. Holdingstruktur: Über eine GmbH & Co. KG als Holding lässt sich der Wegzug ebenfalls eleganter gestalten
  3. Stiftungslösung: Übertragung der Anteile auf eine Stiftung, die das Unternehmen fünf bis sieben Jahre fortführt
  4. EU-Holding-Struktur: Einbringung der Anteile in eine ausländische EU-Gesellschaft, in der die Gewinne mit nur ca. 1,5 Prozent besteuert werden

Der entscheidende Punkt: All das ist vollkommen legal. Es ist Steuergestaltung im Rahmen des geltenden Rechts. Und es ist nichts anderes als das, was Konzerne wie Amazon, Google oder Apple seit Jahrzehnten tun – nur dass es der Mittelständler eben nicht in der Wirtschaftspresse breittritt.

Kleine Tricks für Angestellte und Unternehmer

Auch ohne Auswanderung gibt es legale Gestaltungsmöglichkeiten. Juhn nennt zwei Klassiker für Angestellte:

  • Photovoltaik-Investitionen mit Investitionsabzugsbetrag – besonders attraktiv bei Abfindungen mit Fünftelregelung
  • Denkmalimmobilien mit hohen Abschreibungen von rund 10 Prozent

Für Unternehmer gibt es das berühmte Privat-Auto-Modell: Statt das Geschäftsfahrzeug über die GmbH zu finanzieren, kauft der Gesellschafter es privat und vermietet es an die eigene Gesellschaft. Das Ergebnis: Die GmbH spart 50 Prozent Steuern auf die Mietkosten, während sich die privaten Einnahmen über die Abschreibung neutralisieren. Nach einem Jahr lässt sich das Fahrzeug zudem steuerfrei verkaufen. Aus einem 100.000-Euro-Wagen werden so effektiv 50.000 Euro – netto.

Die moralische Dimension: Darf man auswandern?

An einer Stelle wurde das Gespräch besonders interessant. Juhn fragte Kettner direkt: „Hältst du das für moralisch in Ordnung?" Eine Frage, die viele Auswanderer beschäftigt – schließlich hat man die Infrastruktur des Landes ja genutzt.

Kettners Antwort war kompromisslos klar:

„Ich bin ein Freund des Leistungsprinzips und des Wettbewerbs. Etwas, was ja heute verrucht ist. Also ist es für mich absolut legitim zu sagen: Wenn ich die Bedingungen in einem Land nicht gut finde, dann habe ich mein Leben lang Steuern bezahlt – ich habe das Land ja auch schon dafür bezahlt – und soll auch die Freiheit haben, woanders hinzugehen." – Dominik Kettner

Auch Juhn pflichtet bei: Genauso wie ein Unternehmen seinen Kunden gute Produkte zu fairen Preisen bieten muss, muss ein Staat seinen Bürgern Infrastruktur, Bildung, Sicherheit und faire Steuersätze bieten. Wenn er das nicht tut, müssen Bürger das Recht haben, sich einen anderen Standort zu suchen. Das ist keine Illoyalität – das ist der gesunde Wettbewerb der Systeme.

Silber, Politik und die nächste Eskalationsstufe

Wer glaubt, der deutsche Staat sei zurückhaltend in seinem Zugriff, der sollte einen Blick auf die jüngste Entwicklung beim Edelmetall werfen: Mit dem Steuerhammer im Zollfreilager hat das Bundesfinanzministerium Silber-Anlegern jüngst einen entscheidenden Vorteil genommen. Es ist ein weiteres Puzzlestück in einem Muster, das immer deutlicher wird: Der Fiskus sucht überall nach Spielräumen, um neue Einnahmequellen zu erschließen. Wer seine Vermögensplanung darauf ausrichtet, dass es bei den heutigen Regeln bleibt, wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich enttäuscht werden.

Was jetzt zu tun ist

Aus dem Gespräch zwischen Dominik Kettner und Christoph Juhn lassen sich klare Handlungsempfehlungen ableiten:

  • Vermögensstruktur überprüfen: Wer ein Unternehmen besitzt, sollte über Holdingstrukturen, Personengesellschaften oder Stiftungen nachdenken
  • Familienheim klug übertragen: Nießbrauchsmodelle und Ehepartner-Schenkungen können erhebliche Erbschaftssteuer sparen
  • Mobile Vermögenswerte aufbauen: Ein nennenswerter Teil des Vermögens sollte in physischen Edelmetallen liegen, die der Eigentümer notfalls selbst transportieren kann
  • Klassische Anlagemünzen bevorzugen: Lunar-Münzen, Känguru oder der China Panda bieten weltweite Liquidität
  • Bei Auswanderung professionell beraten lassen: Die Wegzugssteuer wird wahrscheinlich europarechtlich kippen – das ergibt strategische Optionen
  • Rechtssicheren Einstieg wählen: Wer sich an das Thema Edelmetall herantastet, findet im Gold Starterpaket S oder im Krisenschutzpaket S sinnvolle Einstiegslösungen

Fazit: Das Zeitfenster schließt sich

Was Christoph Juhn in diesem Gespräch geliefert hat, ist mehr als ein Steuer-Talk. Es ist eine ehrliche Bestandsaufnahme eines Landes, das seinen Leistungsträgern immer weniger zumuten kann – und gleichzeitig immer mehr abverlangt. Die Wegzugssteuer, die Erbschaftssteuer-Debatten, die Andeutungen einer Vermögenssteuer, die Mobilisierungs-Rhetorik bei Sparguthaben: All das sind keine isolierten Phänomene. Es sind Symptome eines fiskalischen Systems, das an seine Grenzen kommt.

Wer das verstanden hat, der handelt. Nicht in Panik, sondern strategisch. Mit der richtigen Unternehmensstruktur, mit kluger Erbschaftsplanung, mit physischen Werten, die jeder politischen Eskalation standhalten. Denn am Ende gilt der alte unternehmerische Grundsatz: Hoffen ist keine Strategie. Und Vertrauen in den guten Willen einer überschuldeten Bürokratie ist es erst recht nicht.

Das Gespräch zwischen Dominik Kettner und Professor Juhn ist eine Pflichtlektüre – oder besser gesagt: eine Pflichtsicht – für jeden, der seine wirtschaftliche Zukunft selbst in die Hand nehmen will. Denn der Staat kassiert 50 Prozent, bevor du gehst. Aber er kassiert auch zuhause. Es kommt nur darauf an, sich rechtzeitig die richtigen Werkzeuge zu beschaffen.

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