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Kettner Bullion

Trump-Politik 2026: Auswirkungen auf Edelmetalle & Vermögen

27.05.2026PodcastKettner Bullion

Die politische Bühne gleicht im Frühjahr 2026 einem Tollhaus. Donald Trump wirbelt die Weltordnung durcheinander, der Iran-Krieg destabilisiert die Ölmärkte, Europa schlittert in eine wirtschaftliche Abwärtsspirale – und mittendrin stehen Anleger, die sich fragen: Was bedeutet das alles für mein Vermögen? Eine Antwort liefert der renommierte Investor und YouTuber Horst Lüning in einem hochspannenden Gespräch, das weit über die gängigen Medien-Narrative hinausgeht.

Während der deutsche Mainstream Trump pauschal als erratischen Egomanen abstempelt, lohnt sich ein zweiter, nüchternerer Blick. Denn unter der lauten Oberfläche bewegt sich Erstaunliches – und für Edelmetallanleger zeichnen sich Konsequenzen ab, die man besser nicht unterschätzt.

Trumps Methode im Wahnsinn – oder Wahnsinn ohne Methode?

Es gehört zum guten Ton der europäischen Medienlandschaft, jeden Schritt Donald Trumps als irrational, gefährlich oder schlicht dumm zu kategorisieren. Doch wer einmal genauer hinsieht, erkennt: Die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Multinationale Konzerne verlagern in einem nie dagewesenen Tempo Produktionsstätten in die USA. Taiwan Semiconductors errichtet bereits seine fünfte Fabrik auf amerikanischem Boden. Hightech-Industrien entstehen, wo vor wenigen Jahren noch Rust Belt herrschte.

"An dieser Stelle glaube ich unterschätzen wir Donald Trump, weil wir immer sagen, er ist ein Autokrat, er ist ein Diktator, er macht das alles alleine. Der hat einen ausgegebenen Stab hinter sich."

Diese Einschätzung Horst Lünings rückt das mediale Trump-Bild zurecht. Es geht nicht darum, den US-Präsidenten zu glorifizieren – es geht darum, die Realität wahrzunehmen. Und diese Realität sieht so aus: Die USA ziehen Kapital, Know-how und Produktion aus aller Welt an sich. Taiwan verliert an strategischer Bedeutung, Europa verliert seine Industrie, und die geopolitischen Karten werden neu gemischt.

Das Misstrauen ist historisch

Gleichzeitig ist das Vertrauen in das US-Establishment auf einem historischen Tiefpunkt. Ein Gerichtsverfahren gegen Ex-Präsident Obama bahnt sich an – mit dem Vorwurf, mit Staatsmitteln die Opposition unterdrückt zu haben. In Minnesota kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Die Nationalgarde wurde eingesetzt. Die Polarisierung ist gewaltig.

Wer in einem solchen Umfeld noch ausschließlich auf Papierwerte vertraut, handelt mindestens fahrlässig. Physisches Gold bleibt in solchen Zeiten das, was es seit Jahrtausenden war: der ruhige Pol im Sturm.

Der Ölpreis als politische Zeitbombe

Ein zentrales Element für Trumps politische Zukunft – und damit für die globalen Märkte – ist der Ölpreis. Historisch betrachtet existiert eine klare Korrelation: Hohe Ölpreise bedeuten politische Abstrafung des amtierenden Präsidenten. Die Midterm Elections rücken näher, und Trump steht unter massivem Zeitdruck.

  • Die strategischen Ölreserven der USA sind im Verhältnis zum täglichen Verbrauch ein Tropfen auf den heißen Stein
  • Saudi-Arabien gehört seit Juli 2025 zu den BRICS-Staaten – ein Erdbeben für den Petrodollar
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate sind aus der OPEC ausgetreten und wollen exportieren, was nur geht
  • Rund 20 Prozent der Weltversorgung sind durch den Golfkonflikt blockiert
  • Deutschland gibt ein Drittel seiner strategischen Reserven frei – ein politisches Vabanquespiel

Lüning bringt es auf den Punkt: "Wir müssen einen begrenzenden Faktor im Ölpreis haben, weil physikalisch ist er nicht da." Doch die Realität sieht anders aus. Politiker greifen zu strategischen Reserven, um Preise künstlich zu drücken – ein gefährliches Spiel, das die Märkte verzerrt und letztlich nur die Krise vertagt.

Was Trump bis September liefern muss

Das Kalkül ist klar: Die Blockade am Golf muss bis zu den Midterms aufgelöst sein, das Öl muss fließen, der Preis muss fallen. Vier bis acht Wochen Zeit bleiben Trump, sagt Lüning. Gelingt es ihm, könnten wir im Herbst sogar negative Ölpreise sehen – wie damals während der Lockdowns. Gelingt es ihm nicht, wackelt sein politisches Fundament.

"Im Krieg versammelt sich das Volk hinter dem Präsidenten. Es könnte sein, dass das so ist, auch wenn die Umfragen sagen, die meisten wollen keinen Krieg."

Das langsame Sterben der NATO

Während Europa von Verteidigungsfähigkeit und Kriegstüchtigkeit schwadroniert, denkt Trump in eine völlig andere Richtung. Bereits in seiner ersten Amtszeit habe er, so Lüning, intern den NATO-Austritt diskutiert. Seine Aktivitäten in Grönland seien nichts anderes als Plan B: Eine starke militärische Position in der Arktis, um die amerikanische Einflusssphäre über den Polarkreis hinweg zu verteidigen – falls die NATO endgültig versagt.

Die Indizien verdichten sich:

  1. Geheime Abmachungen über die Stationierung von Tomahawk-Raketen mit 2.500 km Reichweite in Hessen – von Trump offenbar in Frage gestellt
  2. Abzug amerikanischer Kampftruppen aus Europa – nicht etwa Logistiker, sondern echte Kampfeinheiten
  3. Eine wirtschaftlich kollabierende EU, deren Mitgliedsstaaten kaum noch die eigenen Haushalte stemmen können
  4. Die Drohung mit 25 Prozent Zöllen auf BMW und Mercedes als Antwort auf europäische Provokationen

Wer in dieser Gemengelage glaubt, dass Europa als Wirtschafts- und Sicherheitsraum unbeschadet durch die nächsten Jahre kommt, hat die Lage nicht verstanden. Wie problematisch die Lage rund um die Goldbestände innerhalb des westlichen Bündnisses geworden ist, zeigt sich auch an den jüngsten Enthüllungen rund um Fort Knox und seine angeblich minderwertigen Goldbarren – ein Skandal, der das gesamte Vertrauen in westliche Reservebestände erschüttert.

Europa im freien Fall – und Deutschland mittendrin

Frankreich kämpft mit explodierenden Schuldenständen. Großbritannien noch schlimmer. Und Deutschland? Deutschland bemüht sich nach Kräften, den anderen Verschuldeten den Rang abzulaufen. Die Außenhandelsbilanz bricht weg, die Industrie verlagert, der politische Diskurs verengt sich auf "Kriegstüchtigkeit" und Aufrüstung.

"Der beliebteste Politiker bei uns ist Boris Pistorius, der uns kriegstüchtig machen will. Dann sieht's doch wohl so aus, als ob sich unsere Leute hinter dem Kriegstüchtiger versammeln."

Eine bittere Diagnose, die jedoch viele Belege findet. Während der Bürger zur Kasse gebeten wird – sei es über die jüngsten Steuerverschärfungen im Zollfreilager-Bereich oder über die schleichende Inflation – flüchtet sich die Politik in martialische Rhetorik. Wer sein Vermögen schützen will, muss handeln. Und zwar bevor andere es für ihn tun.

Eine düstere Theorie

Lüning spricht eine These aus, die viele nur hinter vorgehaltener Hand äußern: Es gebe Theorien, wonach Europa bewusst in den Bürgerkrieg, in die Destabilisierung und in den wirtschaftlichen Kollaps geführt werden solle – damit es am Ende einem "Feind" in den Schoß fallen könne, ohne dass dabei noch viel verloren ginge. Eine Verschwörungstheorie? Möglich. Aber die Faktenlage spricht zumindest nicht gegen diese düstere Lesart.

Gold, Silber und das große Missverständnis der Anleger

Werfen wir nun den Blick auf das, was den Anleger unmittelbar betrifft: die Edelmetallmärkte. Nach der Korrektur im Januar 2026 befindet sich Gold seit Monaten in einer Seitwärtsbewegung. Auf Jahressicht liegen die Kurse je nach Währung zwischen fünf und sieben Prozent im Plus. Auch Silber notiert positiv. Doch das Sentiment ist düster. Verunsicherung greift um sich.

Dabei beruht diese Verunsicherung auf einem grundlegenden Missverständnis. Lüning bringt es prägnant auf den Punkt:

"Gold und Silber sind Liquidität. Für Gold und Silber gibt es immer einen Markt – und zwar ohne Gegenparteirisiko."

Genau hier liegt die Erklärung für scheinbar paradoxe Bewegungen: Wenn die Volatilität an den Aktienmärkten zunimmt, müssen Spekulanten Sicherheiten nachschießen. Und was wird verkauft, um schnell Liquidität zu beschaffen? Richtig: Gold, Silber und auch Bitcoin. Nicht weil diese Anlagen schlecht wären, sondern weil sie jederzeit zu Geld gemacht werden können.

Warum kurzfristige Rücksetzer keine Sorge wert sind

Wer dieses Mechanismus versteht, lässt sich von kurzfristigen Bewegungen nicht aus der Ruhe bringen. Ein Rücksetzer von zehn, fünfzehn oder selbst zwanzig Prozent? Für den Langfristanleger ein Wimpernschlag. Vor allem dann, wenn er bedenkt:

  • Gold ist die älteste Währung der Menschheit – und hat alle anderen überlebt
  • Es gibt kein Gegenparteirisiko wie bei Aktien, Anleihen oder Bankeinlagen
  • Es ist universell handelbar – in jeder Krise, in jedem Land
  • Es schützt vor Inflation, Geldentwertung und politischen Eingriffen
  • Es ist physisch im eigenen Besitz – nicht digital und nicht beschlagnahmbar

Wer jetzt einsteigen oder seine Position ausbauen möchte, findet im Bereich der Goldmünzen klassische Werte wie den Maple Leaf, den Wiener Philharmoniker oder den American Eagle. Auch der Känguru, die Britannia oder die beliebte Lunar-Serie bieten exzellente Qualität bei voller Anerkennung am Weltmarkt. Für Sammler und Anleger mit Bezug zum asiatischen Markt empfiehlt sich zudem der China Panda.

Einstiegsmöglichkeiten für jedes Budget

Wer noch nicht in Edelmetallen positioniert ist, dem stehen heute mehr Wege offen denn je. Das Gold Starter-Set für Einsteiger ist ebenso eine Möglichkeit wie das Gold Starterpaket S oder das Gold Krisenschutzpaket S. Für größere Vermögen bieten sich das Krisenschutzpaket M oder das umfangreiche Krisenschutzpaket XXL an. Wer lieber in größeren Einheiten denkt, sollte sich die Auswahl an Goldbarren ansehen.

Künstliche Intelligenz – die echte Disruption?

Eine Frage, die viele Anleger umtreibt: Was bedeutet die KI-Revolution für unsere Vermögensanlage? Wird Künstliche Intelligenz die Märkte derart perfekt vorhersagen können, dass Renditen verschwinden? Werden ganze Branchen ausradiert?

Lünings Antwort ist nuanciert. Eine allmächtige KI, die alle Marktbewegungen antizipiert, hält er für unwahrscheinlich. Der Grund: KI lernt aus menschlichen Daten – und damit aus menschlichen Fehlern. Wer einmal gesehen hat, mit welchem journalistischen "Schmodder" diese Systeme trainiert werden, weiß: Da kommt keine Wunderwaffe heraus.

"Die KI wird mit den Fehlbarkeiten der Menschen trainiert. Mit dem ganzen Schmodder des Internets."

Wo die echte Gefahr lauert

Die wirkliche Gefahr sieht Lüning anderswo: bei spezialisierten Systemen wie BlackRocks "Aladdin". Diese KI wird nicht öffentlich trainiert, sondern mit hochselektiven, kuratierten Daten gefüttert. Hier können sich gewaltige Vorteile für einzelne Akteure herauskristallisieren – während der breite Markt zurückbleibt.

Hinzu kommt: Die deutsche Wirtschaft fährt mit angezogener Handbremse in die Zukunft. Während US-Unternehmen radikal automatisieren, gestatten deutsche Betriebsräte ihren Mitarbeitern bestenfalls den Einsatz von Microsoft Copilot. Die Schere zwischen agilen und gelähmten Volkswirtschaften öffnet sich täglich weiter.

Was Anleger jetzt tun sollten

Aus all diesen Mosaiksteinen ergibt sich ein klares Bild für den vorausschauenden Anleger:

  1. Physische Edelmetalle als Fundament des Vermögens – nicht als Spekulation, sondern als Versicherung
  2. Langfristige Perspektive einnehmen und kurzfristige Schwankungen ignorieren
  3. Diversifikation innerhalb der Edelmetalle – Gold als stabiler Anker, Silber als dynamischere Beimischung
  4. Eigenverantwortung übernehmen, statt sich auf staatliche oder mediale Erzählungen zu verlassen
  5. Mediale Narrative kritisch hinterfragen – aber auch nicht jeder Verschwörungstheorie aufsitzen

Es ist diese Mischung aus nüchterner Analyse, Eigenverantwortung und realer Krisenvorsorge, die den erfolgreichen Anleger vom verängstigten Sparer unterscheidet. Auch ein Blick darauf, wie problematisch sich die Geldströme in Konfliktgebieten gestalten – wie etwa der undurchsichtige Umgang mit westlichen Milliardenhilfen in der Ukraine – sollte jedem die Augen öffnen, wie schnell Vertrauen in Institutionen zu Schaden kommen kann.

Das Schlusswort: Wachheit und Quantenoffenheit

Horst Lüning bringt zum Abschluss eine wichtige philosophische Note ins Spiel. Die Zukunft ist nicht festgeschrieben. Das Universum hat eine Quantennatur. Alles unterliegt dem Zufall. Aber – und das ist entscheidend – wir können dafür sorgen, dass der Zufall nicht gegen uns läuft.

"Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige."

Diese Tüchtigkeit zeigt sich heute in der Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Vermögen zu übernehmen. Sie zeigt sich darin, sich nicht von Schlagzeilen und politischer Hysterie treiben zu lassen. Und sie zeigt sich in der Entscheidung, einen substantiellen Teil des Vermögens in real existierenden, jahrtausendealten Werten abzusichern – statt in Versprechen, die mit jeder Notenpresse weniger wert werden.

Die kommenden Monate werden weder ruhig noch entspannt. Der Iran-Konflikt, die NATO-Frage, die europäische Wirtschaftskrise, der US-Wahlkampf – all das wird die Märkte in Atem halten. Wer sein Vermögen jedoch auf einem soliden Edelmetall-Fundament aufgebaut hat, kann diesen Turbulenzen mit jener Gelassenheit begegnen, die Lüning so eindrucksvoll vorlebt. Denn am Ende ist es nicht die laute politische Bühne, die über unseren Wohlstand entscheidet – sondern die ruhigen, klugen Entscheidungen, die wir abseits des Lärms treffen.

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