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Live-Webinar am 21. Oktober 2026 (6:05:04)
Live-Webinar 21.10.2026: Digitaler Euro – Das Ende des Bargelds?
Niemand verbietet das Bargeld. Es verschwindet einfach. Erst ein Automat weniger in der Nachbarschaft, dann ein Amt, das nur noch Karte nimmt, dann eine Obergrenze, die heute niemanden stört. Jede Meldung wirkt harmlos. Legt man sie nebeneinander, ergibt sich ein Muster: Europa baut die Infrastruktur für ein Geld, über das am Ende nicht mehr allein der Bürger verfügt.
Mittendrin steht ein Projekt, das in den großen Nachrichtensendungen kaum vorkommt, obwohl es jeden Haushalt betrifft: der digitale Euro. Während die USA eine digitale Zentralbankwährung per Präsidentenerlass gestoppt haben und Länder wie Norwegen den Zugang zu Bargeld rechtlich absichern, verhandelt Brüssel weiter, und zwar hinter verschlossenen Türen.
Dominik Kettner hat das Thema in einem rund sechsstündigen Live-Webinar mit mehreren Gästen auseinandergenommen, darunter der frühere österreichische Nationalratsabgeordnete Gerald Grosz. Wir haben die zentralen Punkte geprüft, eingeordnet und zu Ende gedacht.
„Dann gehört dir dein Geld zwar noch, aber ob du es noch ausgeben darfst, entscheidet dann ein anderer.“ – Dominik Kettner
71 Tage: Der Countdown läuft im Hinterzimmer
Bis Ende 2026 soll das Gesetz zum digitalen Euro stehen. Vom heutigen Datum aus bleiben damit nur noch gut zwei Monate. Verhandelt wird im sogenannten Trilog, dem Gesetzgebungsverfahren zwischen EU-Kommission, Rat und Parlament. Öffentliche Protokolle gibt es dort nicht, eine öffentliche Debatte findet kaum statt.
Wer am Tisch sitzt und wer nicht
Die Ausgangslage lässt sich in drei Positionen fassen:
- Die EU-Kommission mit ihrem Verordnungsentwurf aus dem Jahr 2023
- Der Rat der EU, also die Mitgliedstaaten, mit seiner Verhandlungsposition vom Dezember 2025
- Das Europäische Parlament, das nach Kettners Darstellung im Juli 2026 seine Position festgelegt hat
Drei Parteien handeln den Text unter sich aus. Der Bürger, der den digitalen Euro am Ende nutzen soll, steht draußen. Kettner nennt das „die Frechheit in meinen Augen“. Wir teilen diese Einschätzung. Ein Vorhaben, das die Grundlage des Geldes verändert, verdient mehr als einen Kompromiss zwischen Institutionen, die sich gegenseitig die Bälle zuspielen.
Der Zeitplan der EZB
Nach den von Kettner zitierten Angaben der Europäischen Zentralbank soll im zweiten Halbjahr 2027 ein Pilotversuch mit rund 36 Anbietern starten. Für 2029 peilt EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone die Ausgabe an, sofern das Gesetz rechtzeitig verabschiedet wird.
2029 klingt weit weg. Die einzelnen Bausteine kommen aber deutlich früher, und technisch arbeitet die EZB längst an der Umsetzung. Für das Projekt hat sie unter anderem Leistungen für ein System zur Betrugs- und Risikoprüfung vergeben, das Zahlungen in Echtzeit bewerten soll, bevor sie durchgehen. Offiziell dient das dem Schutz vor Betrug. Ein System, das jede Transaktion vorab prüft, kann allerdings mehr als nur Betrug erkennen. Entscheidend ist, wer die Kriterien festlegt.
„Freiwillig“: Wie Bargeld leise verdrängt wird
Offiziell soll der digitale Euro freiwillig sein. Kettners These ist einfach: Wäre er so praktisch, wie Brüssel behauptet, müsste niemand zu ihm gedrängt werden. Freiwillig ist eine Wahl aber nur, solange es eine echte Alternative gibt. Genau diese Alternative, das Bargeld, wird Schritt für Schritt geschwächt.
Station 1: Der Geldautomat
Nach den von Kettner angeführten Zahlen der Bundesbank gab es in Deutschland 2018 noch rund 59.000 Geldautomaten, heute sind es etwa 51.000. Jeder Automat weniger bedeutet einen längeren Weg zum Bargeld. Für ältere Menschen und Bewohner ländlicher Regionen ist das konkret spürbar.
Station 2: Ämter und Behörden
Noch deutlicher wird es bei der öffentlichen Hand. Nach einer von Kettner zitierten Bundesbank-Auswertung konnte man bei 8 von 30 untersuchten Behörden nicht mehr bar bezahlen, also bei mehr als jeder vierten. Ausgerechnet der Staat, der das gesetzliche Zahlungsmittel ausgibt, verweigert es teilweise an den eigenen Schaltern.
Station 3: Das Kleingedruckte im Ratsmandat
Nach Kettners Lesart der Verhandlungsposition der Mitgliedstaaten sollen Händler Bargeld unter bestimmten Umständen ablehnen dürfen, wenn digital bezahlt werden kann. Zudem sollen Staaten Barzahlungen aus Gründen des „öffentlichen Interesses“ einschränken können. Was als öffentliches Interesse gilt, entscheidet nicht der Bürger.
Bargeld wird nicht verboten. Es wird unpraktisch gemacht, gedeckelt und aus dem Alltag gedrängt. Am Ende ist „freiwillig“ nur noch ein Wort.
Die Bargeld-Obergrenze: Beschlossen, nicht diskutiert
Während über den digitalen Euro noch verhandelt wird, ist die nächste Einschränkung bereits Gesetz. Ab dem 10. Juli 2027 gilt in der gesamten EU eine Obergrenze von 10.000 Euro für Barzahlungen beim Händler. Grundlage ist Artikel 80 der EU-Geldwäscheverordnung (Verordnung (EU) 2024/1624). Darüber hinaus müssen Händler nach Kettners Darstellung schon ab 3.000 Euro Bargeld die Identität des Kunden feststellen.
Die 10.000 Euro sind ausdrücklich nur ein Maximum. Jedes Mitgliedsland darf darunter bleiben, und viele tun das bereits:
- Frankreich: Obergrenze bei 1.000 Euro
- Portugal: 3.000 Euro
- Belgien: 3.000 Euro
- Italien: 5.000 Euro
- Dazu kommen weitere Länder wie Rumänien, Tschechien oder die Slowakei mit eigenen Grenzen
Deutschland gehört bislang zu den Ländern ohne nationale Grenze. Unsere Einschätzung: Das wird nicht so bleiben. Wer erst einmal eine EU-weite Höchstgrenze verankert hat, kann sie später leicht absenken, mit dem Hinweis auf Nachbarländer, die längst strenger sind. So funktioniert Regulierung in Europa seit Jahren: Erst kommt der Rahmen, dann die schrittweise Verschärfung.
Wer größere Beträge diskret und physisch halten will, kommt deshalb an greifbaren Sachwerten kaum vorbei. Eine Goldmünze unterliegt keiner Bargeld-Obergrenze für das eigene Zuhause, und sie verschwindet nicht durch einen Klick in einer Datenbank.
Artikel 24: Das Kleingedruckte, das mehr verrät als jede Pressemitteilung
Die EZB betont gern, der digitale Euro sei „kein programmierbares Geld“. Ein Blick in den Verordnungsentwurf zeigt ein differenzierteres Bild, und genau deshalb sollte man das Original lesen statt der Pressemitteilung.
Was im Entwurf steht
- Artikel 24 Absatz 1 erlaubt sogenannte „bedingte Zahlungen“. Das sind Zahlungen, die automatisch ausgelöst werden, sobald zuvor festgelegte Bedingungen erfüllt sind.
- Artikel 24 Absatz 2 erklärt den digitalen Euro gleichzeitig für „nicht programmierbar“. Die technischen Standards dafür setzt die EZB selbst.
- Hinzu kommen Haltegrenzen pro Bürger: Wie viel digitales Zentralbankgeld Sie besitzen dürfen, legen andere fest.
- Der digitale Euro soll nicht verzinst werden.
- Die gesamte Infrastruktur liegt in der Hand der Notenbank.
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier einen Widerspruch zu sehen. Ein Geld, dessen Fluss an Bedingungen geknüpft werden kann, ist technisch steuerbar, egal wie man es nennt. Dass es heute nicht als „programmierbar“ bezeichnet wird, ist eine politische Zusage. Eine technische Grenze ist es nicht.
Unsere Einschätzung: Die Technik schafft die Möglichkeit zur Steuerung. Wie weit sie genutzt wird, entscheidet die Politik von morgen, nicht das Versprechen von heute.
Wie viel solche Versprechen wert sind, zeigt ein Blick auf die jüngere Vergangenheit. Damit sind wir beim schärfsten Gast des Abends.
Gerald Grosz: Die Halbwertszeit eines Politikerversprechens
Gerald Grosz saß fünf Jahre im österreichischen Nationalrat, kommentiert seit 2017 Politik im Fernsehen und trat 2022 bei der Bundespräsidentenwahl an, wo er 5,6 Prozent erreichte. Er kennt den Politikbetrieb von innen und bewertet die Zusagen aus Brüssel und Berlin entsprechend nüchtern.
Auf die Frage, wie viel die Zusage wert sei, das Bargeld bleibe erhalten, antwortet er ohne Umschweife. Versprechen aus Brüssel und von dem, was er die „Scheinkonservativen“ nennt, seien nach seiner Auffassung kaum mehr wert als „Schall und Rauch“. In Österreich, so Grosz, werde die Sicherheit des Bargelds zwar versprochen, eine Verankerung in der Bundesverfassung aber verweigert.
„Wenn ich nicht vorhätte, das Bargeld abzuschaffen, kreiere ich auf politischem Wege nicht das Fundament für dessen Abschaffung.“ – Gerald Grosz
Seine Logik ist bestechend einfach. Wer ein zweites Währungssystem neben dem Bargeld aufbaut, schafft die Voraussetzung, das erste Schritt für Schritt zu reglementieren und schließlich zu ersetzen. Bargeld gewährt eine Freiheit, die digitale Systeme nicht bieten: Diskretion über ein Vermögen, das zuvor bereits über Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Kapitalertragsteuer belastet wurde.
Lehrstück Impfpflicht
Wie schnell aus „freiwillig“ eine Pflicht werden kann, haben die Österreicher selbst erlebt. Die Regierung hatte lange versichert, eine allgemeine Impfpflicht werde es nicht geben. Im Februar 2022 trat sie für Erwachsene dann trotzdem in Kraft. Grosz' Vergleich dazu ist bitter: Ein Politikerversprechen habe ungefähr die Lebensdauer einer Eintagsfliege.
Auch nach Deutschland blickt er. Friedrich Merz hatte vor der Bundestagswahl den Eindruck vermittelt, an der Schuldenbremse nicht rütteln zu wollen. Kurz nach der Wahl lockerte die neue Koalition sie mit einem milliardenschweren Schuldenpaket. Grosz sieht darin einen gezielten Wortbruch und zieht einen grundsätzlichen Schluss: Nicht die Kritiker gebrochener Versprechen beschädigten die Demokratie, sondern jene, die Wähler durch solche Manöver von der Wahlurne vertrieben.
Der Konsument als „Schuhlöffel“
Bemerkenswert ist, dass Grosz die Verantwortung nicht nur bei der Politik sucht. Er nimmt ausdrücklich auch die Bürger in die Pflicht, sich selbst eingeschlossen.
„Wir, die Konsumenten, sind in Wahrheit der Schuhlöffel für den sogenannten digitalen Euro.“ – Gerald Grosz
Jeder Espresso für 2,50 Euro, der per Smartphone bezahlt wird, gewöhnt die Gesellschaft ein Stück weiter an die vollständige Digitalisierung des Zahlungsverkehrs. Grosz plädiert deshalb dafür, bewusst wieder Bargeld zu nutzen und nicht jede Bewegung auf transparenten Konten zu hinterlassen. Er fordert, wieder stärker auf „wahre Werte“ zu setzen: Gold, Silber und Edelmetalle als Vermögen, das sich nicht digital wegtransferieren lässt.
„Träge Ersparnisse“: Wenn der Staat aufs Sparbuch schielt
Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen verfolgt mit ihrer sogenannten Spar- und Investitionsunion ein erklärtes Ziel: Die Ersparnisse der Europäer sollen „mobilisiert“ werden. Offiziell geht es um Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen. Die Frage muss erlaubt sein, wem diese Mobilisierung am Ende dient: dem Sparer oder einem Staatsapparat, dessen Finanzbedarf von Jahr zu Jahr wächst.
Grosz erinnert in diesem Zusammenhang an Äußerungen von Friedrich Merz, wonach schon ein Bruchteil der deutschen Spareinlagen helfen könne, staatliche Vorhaben zu finanzieren. Für Grosz sind das „seltene Momente der Wahrhaftigkeit“, in denen Politiker private Ersparnisse wie einen Teil des Staatsvermögens behandeln.
„Für mich ist das Diebstahl. Für mich ist das Enteignung.“ – Gerald Grosz über die Idee, private Ersparnisse als Sicherheit für die Staatsfinanzen zu betrachten
Man muss Grosz' Wortwahl nicht in jedem Detail übernehmen, um den Kern zu erkennen. Ein Staat, der sich über Jahrzehnte verschuldet hat, braucht frisches Geld. Die größte Reserve liegt auf den Konten seiner Bürger. Je digitaler dieses Geld ist, desto leichter wird der Zugriff, sei es über Abgaben, Lenkung oder Inflation. Wie erfinderisch die Politik bei neuen Abgaben ist, zeigt aktuell die Debatte um die Zucker-Abgabe, gegen die ausgerechnet Fritz-Kola rebelliert.
Dazu kommt die stille Enteignung durch Inflation. Ein unverzinster digitaler Euro verliert genauso an Kaufkraft wie jedes andere Papier- oder Buchgeld, nur dass der Sparer sich ihr dann nicht einmal mehr durch Abheben entziehen kann. Gold dagegen hat jede Papierwährung überlebt, die je versucht hat, es zu ersetzen. Selbst in den USA wird inzwischen über eine Rückbindung an das Edelmetall diskutiert, wie unser Beitrag zu goldgedeckten US-Anleihen und einer möglichen Rückkehr zum Goldstandard zeigt.
Der Rocksaum der Urgroßmutter: Warum mobiles Vermögen zählt
Eine Geschichte aus Grosz' eigener Familie zeigt, worum es bei Edelmetallen im Kern geht. Sie ist leiser als jede Statistik und deshalb eindringlicher.
Ein Teil seiner Familie stammte aus Schlesien, aus der Gegend um die Schneekoppe, die heute zu Polen gehört. Über Jahrhunderte hatte die Familie dort gelebt, mit Haus und Grund. Am Ende des Zweiten Weltkriegs mussten sie fliehen, Richtung Westen bis an den Bodensee. Haus und Land blieben zurück.
Was blieb, war das, was man tragen konnte. Die Urgroßmutter ließ sich nach Familienüberlieferung die wenigen Wertgegenstände, also Gold, Silber und Schmuck, in den Saum ihres Rockes einnähen, aus Angst vor Kontrollen unterwegs. Mit diesen Werten konnte sich die Familie in Westdeutschland eine neue Existenz aufbauen.
Mehr als 80 Jahre sind seitdem vergangen. Grosz betont aber, dass die Idee dahinter dieselbe geblieben ist:
- Werthaltigkeit: Gold und Silber verlieren ihren Wert nicht durch politische Beschlüsse oder Währungsreformen.
- Mobilität: Edelmetalle lassen sich in kleiner Stückelung transportieren, verstecken und einsetzen.
- Unabhängigkeit: Sie hängen an keinem Konto, keinem Server und keiner digitalen Identität.
- Diskretion: Sie hinterlassen keinen Datensatz über jede einzelne Transaktion.
Genau hier liegt der Unterschied zum digitalen Geld. Eine Immobilie kann man nicht mitnehmen, ein Bankguthaben kann eingefroren werden. Eine Münze in der eigenen Hand kann niemand per Mausklick sperren.
Drei Fragen, die jedes Vermögen bestehen muss
Kettner schlägt einen einfachen Test vor, den jeder Anleger an sein eigenes Vermögen anlegen sollte. Der digitale Euro fällt bei allen drei Fragen durch, und viele andere Werte schneiden nach seiner Einschätzung kaum besser ab.
- Wie viel darf ich besitzen? Beim digitalen Euro sind Haltegrenzen pro Person vorgesehen, und andere legen sie fest.
- Wer kann meine Zahlungen sehen und kontrollieren? Eine Echtzeitprüfung jeder Transaktion schafft eine Infrastruktur, die mehr kann als Betrugserkennung.
- Kann mein Geld gesperrt werden? Alles, was an einer zentralen Infrastruktur hängt, hat einen Ausschalter.
Der Gedanke dahinter: Teilen Sie Ihr Vermögen danach ein, was einen Ausschalter hat und was nicht. Physisch gehaltenes Gold und Silber gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Kleine Stückelungen für den Ernstfall
Im Krisenfall zählt nicht nur der Wert, sondern auch die Teilbarkeit. Mit einem Kilobarren lässt sich kein Brot kaufen. Sinnvoll ist deshalb eine Mischung aus größeren Werten für den langfristigen Vermögenserhalt und kleinen Einheiten als mögliches Tauschmittel:
- Für den Einstieg und als Tauschreserve eignen sich Kleinstbarren wie der 0,1-g-Goldbarren von Heimerle + Meule, Deutschlands ältester Scheideanstalt aus Pforzheim.
- Eine anerkannte Münze im Kleinformat ist das 1 g Gold Maple Leaf aus Kanada.
- Historisch bewährt und europaweit bekannt sind die Schweizer Vreneli, etwa das Vreneli 10 Franken oder das größere Vreneli 20 Franken.
- Als Klassiker für die Vermögenssicherung gilt der 1 Unze Gold Krügerrand 2026, die weltweit wohl bekannteste Anlagemünze.
Wer breiter aufstellen will, findet bei den großen Anlagemünzen eine solide Auswahl: vom Wiener Philharmoniker als Euro-Münze über den kanadischen Maple Leaf, das australische Känguru und den American Eagle bis zur britischen Britannia. Sammler greifen gern zu jährlich wechselnden Motiven wie dem China Panda oder den Lunar-Münzen. Für größere Beträge bieten Goldbarren ein günstiges Verhältnis von Aufgeld zu Feingehalt.
Die Politik als Bühne, der Bürger als Zuschauer
Brüssel inszeniert sich gern als Hüter von Stabilität und Bürgerrechten. Wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderliegen, zeigt sich nicht nur beim digitalen Euro. Das EU-Parlament wird mitunter selbst zur Kulisse, wie die Episode um den nackten Gold-Trump in Straßburg eindrücklich zeigte.
Auch an den Finanzmärkten werden Anlegern derzeit neue Heilsversprechen verkauft. Wer sich etwa die Euphorie um Rechenzentren näher ansieht, stößt schnell auf das, was wir in unserem Beitrag über KI-Betongold mit Rissen beschrieben haben. Papierversprechen, ob aus Brüssel oder von der Wall Street, haben eines gemeinsam: Ihr Wert hängt am Wohlwollen anderer.
Grosz setzt auf den demokratischen Weg. Als ehemaliger Parlamentarier lehnt er jede andere Möglichkeit ab und will Menschen durch Überzeugung erreichen. In Österreich und Deutschland sieht er eine deutliche „Wendestimmung“. Ob und wann sich diese in einer anderen Geld- und Europapolitik niederschlägt, ist offen. Gesetze, die bis Ende 2026 im Trilog verabschiedet werden, lassen sich später nur mühsam zurückdrehen.
„Was ein Staat uns nicht nehmen kann: unsere freie Entscheidung, zumindest bei Wahlen, unsere Würde, unseren Intellekt, unseren Charakter. Und Vermögenswerte, die er nicht kontrollieren kann.“ – Gerald Grosz
Die Kettner-Einordnung: Vorbereitung statt Angst
Man wird Kritikern des digitalen Euro vorwerfen, sie schürten Angst. Das Gegenteil ist richtig. Angst entsteht durch Ohnmacht. Wer die Entwicklung kennt und rechtzeitig handelt, hat keinen Grund zur Panik, sondern hat einen Plan.
Die Fakten liegen auf dem Tisch:
- Die Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro ab Juli 2027 ist beschlossen.
- Die Zahl der Geldautomaten sinkt, und Behörden verweigern zum Teil schon Bargeld.
- Der Gesetzentwurf zum digitalen Euro erlaubt bedingte Zahlungen und sieht Haltegrenzen vor.
- Die Verhandlungen laufen ohne nennenswerte öffentliche Debatte.
- Die Versprechen, das Bargeld bleibe erhalten, sind rechtlich bislang nicht so abgesichert, wie es nötig wäre.
Unsere Einschätzung: Der digitale Euro wird nicht als Zwang angekündigt, sondern als Komfort verkauft, während die Alternative leise verschwindet. Wenn eines Tages an der Kasse „Zahlung abgelehnt“ steht, ist es für die Vorbereitung zu spät.
Deshalb sollten Sie jetzt drei Dinge tun. Erstens: Bargeld bewusst nutzen, statt jeden Espresso per Smartphone zu bezahlen. Jeder Schein, der im Umlauf bleibt, ist ein Argument für seinen Erhalt. Zweitens: Einen Teil des Vermögens physisch halten, und zwar in Gold und Silber, das keinem Konto, keiner App und keiner digitalen Identität unterliegt. Drittens: Auf kleine Stückelungen achten, damit das Vermögen im Ernstfall auch tatsächlich einsetzbar ist.
Die Urgroßmutter von Gerald Grosz hatte keine App und kein Online-Banking. Sie hatte Gold im Rocksaum, und das hat ihrer Familie einen Neuanfang ermöglicht. Die Werkzeuge der Kontrolle haben sich seitdem verändert, das Prinzip des Vermögensschutzes nicht. Was Sie in der Hand halten, kann Ihnen niemand per Knopfdruck abschalten.
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Live-Webinar am 21. Oktober 2026 (6:05:04)

